Pudel "Theo" gehört dazu

Diese Ansicht ihres Mannes hat sich Heike Hagenbeck zu eigen gemacht, und so ist nur Pudel "Theo", eigenwillig und kamerascheu, der einzige Vierbeiner in der Hausgemeinschaft. Für die "wilden Tiere" sind die Gehege da, und mit ihnen Freundschaft zu schließen, geht nur auf der Basis respektvoller Distanz. Das hat Heike Hagenbeck schon als junge Frau begriff en 1 ,- als ein junger Bär

ihre Annäherungsversuche mit einem kräftigen Biß in den Daumen quittierte.

Heike Hagenbeck, burschikos, immer heiter und gern zu einem "Klönsnack" bereit, hat sich ihrem konservativen, nüchternen, zurückhaltenden, schweigsamen und sehr häuslichen Ehemann angepaßt. "Ich fühle mich wohl unter dem Pantoffel meines Mannes", sagt sie und fegt die Gleichberechtigung mit dem Satz beiseite: "Einer muß schließlich nachgeben, und das ist die Frau."

Heike Hagenbeck verzichtet also auf große Ferienreisen, weil ihr Mann lieber ins eigene Holzhaus in der Heide fährt. Dorthin kann er sein Pferd mitnehmen. Dienstreisen nach Indien und Südamerika, auf denen sie ihren Mann begleiten durfte, werden ihr daher unvergessen bleiben. Heike Hagenbeck sieht mit ihrem Mann zusammen in aller Herrgottsfrühe auf, obwohl sie lieber ein bißchen länge" schliefe. Sie klettert ihrem Mann zuliebe sogar auf den Ansitz, obwohl sie sich aus der Jagd nichts macht. Ihre gelegentlichen Oppositionen erschöpfen sich im Ausstoßen schrecklicher Drohungen. Und dabei bleibt es.

Aber die Hagenbecks ergänzen sich prachtvoll. Frau Heikes Optimismus ist ein gutes Gegengewicht zum Pessimismus ihres Mannes, der immer daran denkt, was alles schiefgehen könnte. Ihre Heiterkeit läßt "Grummel- Vatje", wie die Kinder ihren Vater liebevoll nennen, manchmal auch das "Grummcln" vergessen. Man glaubt Heike Hagenbeck, wenn sie nach dreißig Ehejahren sagt: "Alles ist so geworden, wie ich es mir gewünscht habe. Wir mögen uns heute noch."