Schicksal der Kennedys

Liebe

Jacqueline Kennedy, die 39jährige Witwe des "rmordeten US-Präsidenten, heiratete am 20. Oktober auf der Insel Skorpios im Ionischen Meer den 62jährigen griechischen Reeder Aristoteles Onassis. Die amerikanische Of : fentlichkeit war zunächst schockiert. Jackie und ihre Kinder Caroline und John (oben), die einmal das verpflichtende. Erbe ihres Vaters weitertragen sollten, waren schon fast zu einem nationalen Mythos in den USA geworden. Dieser Mythos schien nun zerstört.

Tod

Robert Kennedy brach am 5. Juni im Ambassador-Hotel von Los Angeles unter den Schüssen eines Attentäters zusammen. 24 Stunden später war er tot. In fast gleicher Weise wiederholte sich an dem 42jährigen Senator und demokratischen Präsidentschaftskandidaten das Schicksal seines Bruders. John F. Kennedy war als Präsident der Vereinigten Staaten am 22. November 1963 während einer Reise durch Texas in der Stadt Dallas ebenfalls durch Schüsse in Kopf und Nacken tödlich verletzt worden. Der Welt stockte der Atem über das neue, unfaßbare Attentat.

Die Not in Biafra, der abgefallenen nigerianischen Ostregion, wächst ins Unvorstellbare. Hunderttausende, vor allem Kinder, verhungern. Die Opfer werden zu einer Anklage gegen die ganze zivilisierte Welt. Die in letzter Minute eingeleiteten Hilfsaktionen helfen nur wenig.

Verwirrend die Vielzahl der Schalter

und Knöpfe im technischen Leitstand des ersten

europäischen Atomschiffes "Otto Hahn". Die

"Otto Hahn" in Kiel für 56 Millionen Mark gebaut ? wurde am 1. Februar 1968 in Dienst

gestellt und

machte am 11. Oktober die erste

"Atomfahrt".

Nixon löst Johnson als US-Präsident ab.

Der Republikaner

muß mit einem demokratisch beherrschten Kongreß regieren. Die NATO,

Europa und Bonn erwarten von ihm keine Wunder. Aber vielleicht brauchen sie sich wenigstens nicht mehr so oft zu wundern wie in der

Ära Johnson. Nacktszenen, liebestolle Umarmungen und heikle Lieder, die den Zuschauern die Haare in die Höhe trieben, sahen wir in dem amerikanischen Musical "Hair", das am Broadway und in München stürmische Erfolge feierte. Die bayerische Gewerbepolizei aber paßte auf. Die Sowjets

schaffen sich durch die Entsendung von Flottenverbänden und Einrichtung von Stützpunkten an der afrikanischen Küste eine starke Machtposition im Mittelmeer. Sie bedrohen damit nun auch von Süden, der "weichen Flanke", her das uneinige Europa.