Das Land präsentiert sich in Hamburg mit einer Ausstellung für Touristen in spe

Auch die Tschechoslowakei ist eine Reise wert

Die Tschechoslowakei präsentiert sich als neues Reiseland für Deutsche mit einer Ausstellung in der Neuen Sparcasse von 1864 am Glockengießerwall. Bis zum 19. April können sich die Hamburger über die touristischen Möglichkeiten jenes Landes informieren, dessen politische Veränderungen in diesen Wochen weltweites Aufsehen erregen.

Bei der Eröffnung der Schau sprach sich der stellvertretende Leiter der tschechoslowakischen Handelsvertretung in Bonn, Kotrly, für die volle Liberalisierung des Handels zwischen der CSSR und der Bundesrepublik aus. Das neue langfristige Handelsabkommen vom 5. Februar 1968 werde zwar eine Verbesserung der Beziehungen bringen, für eine Reihe von Warengruppen bestünden jedoch weiterhin begrenzte Kontingente.

Wirtschaftssenator Kern ging auf die traditionell guten Handelskontakte zwischen Hamburg und der CSSR ein. Hamburg sei als "Prager Vorhafen" nach wie vor "der größte tschechoslowakische Hafen". Die ökonomischen, geistigen und politischen Impulse, die von der Tschechoslowakei jetzt ausgehen, würden in der Bundesrepublik mit größter Aufmerksamkeit und wachem Interesse verfolgt. Kern: "Ich persönlich betrachte die Demokratisierung in der Tschechoslowakei unter diesem Aspekt und möchte betonen, daß auch wir davon sehr viel lernen können."

Die Ausstellung ermutigt zum Besuch eines Landes, von dem in der Bundesrepublik bisher wenig bekannt ist. Visaund Grenzformalitäten wurden inzwischen so weit vereinfacht, daß beispielsweise bei einer Autoreise zwischen Böhmerwald und Karpato-Ukraine keine bürokratischen Behinderungen drohen.

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