Verdienste um den Handel in Hamburgs schwerster Zeit

Senator Kruse gestorben

Der erste Hamburger Wirtschaftssenator der Nachkriegszeit, Hans E. B. Kruse, ist am Sonntag im Alter von 76 Jahren in seinem Heim in Reinbek gestorben. Bürgermeister Weichmann hat der Witwe die Anteilnahme des Senats zum Tode ihres Gatten ausgesprochen.

Senator a. D. Kruse, jahrzehntelang Inhaber der Ex- und Importfirma Wiechers &

Helm, gehörte schon 1928 dem Vorstand

des Vereins Hamburger Exporteure an und wurde 1931 in das Plenum der Handelskammer gewählt. Viele Jahre war er Vizepräses der Kammer, Vorsitzer des Ausschusses Außenwirtschaft, Vorstandsmitglied des Deutschen Industrieund Handelstages und stellvertretender Vorsitzender des Ostasiatischen Vereins.

In der schweren Zeit nach dem Zusammenbruch bis Ende 1945 war er Wirtschaftssenator. Er hatte maßgeblichen Anteil an der Lösung vieler Aufbauprobleme und leitete die ersten Schritte zur Neubelebung des Hamburger Außenhandels ein. 1956 erhielt er das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik, und der Senat verlieh ihm zu seinem 75. Geburtstag die Bürgermeister-Stolten-Medaille.

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