Vater Ewert fordert: Renates Tod untersuchen

Eigener Bericht

M. K. München, 15. Dezember

"Ich beantrage, den Todesfall meiner Tochter Renate Ewert untersuchen zu lassen." Das telegraphierte der Vater der am Sonnabend in ihrer Münchener Wohnung tot aufgefundenen Schauspielerin Renate Ewert an das bayerische Justizministerium. Gestern abend kam Paul Ewert in München an. Er sagte: "Der Tod meiner Tochter Renate ist ein Skandal, der zum Himmel schreit. Der Fall ist für mich noch lange nicht beendet."

Bisher wurde angenommen, daß Renate Ewert, die fünf Tage tot in ihrer Wohnung gelegen hat, durch eine Überdosis Schlaftabletten gestorben ist. Der Vater bezweifelt, daß man den Todestag richtig festgestellt hat. Für ihn bestehen zu viele Widersprüche. Er habe erst am 30. November seiner Tochter 2000 DM überwiesen.

Eine Freundin der toten Schauspielerin, Susanne Cramer, behauptet in München, daß Renate verhungert sei.

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