Am Freitag nicht geschafft / Haßler hat Chancen

Nach Pfingsten wählt die CDU Stellvertreter

Mit der Wiederwahl des bisherigen CDU-Landesvorsitzenden Erik Blumenfeld, der am Freitagabend, wie berichtet, nur knapp über seinen Gegenkandidaten Gerd von Haßler siegte, sind die personellen Auseinandersetzungen inder Hamburger CDU noch nicht beendet. Nicht geschafft hat man in der dramatischen Freitagabendsitzung die Wahl der ebenfalls gewichtigen stellvertretenden Landesvorsitzenden. Sie soll nach Pfingsten stattfinden.

Nach den Satzungen der Hamburger CDU werden die stellvertretenden Landesvorsitzenden nicht von den rund 200 Delegierten, sondern von den 19 Mitgliedern des Landesvorstandes gewählt. Im Landesvorstand der Hamburger Christdemokraten sind jetzt, neben Erik Blumenfeld, Ove Franz, Carl Damm, Hans- Georg Kuhn, Volker Rühe, Rudi Bergmann, Jürgen Echternach, Dr. Jürgen Westphal, Gerd von Haßler, Irene Knickrehm, Horst Schröder sowie der Fraktionsvorsitzende Dr. Wilhelm Witten und die sieben CDU-Kreisvorsitzenden. Erster Stellvertreter dürfte wahrscheinlich wieder Dr. Wilhelm. Witten werden. Die beiden bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Roland Seffrin und Dr. Wilhelm Inihoff scheiden jedoch aus. Dr. Seffrin hat verzichtet, Dr. Imhoff erreichte nicht die notwendige Stimmenzahl für einen Platz im Landesvorstand. Als aussichtsreiche Kandidaten für den zweiten und dritten Stellvertreter gelten Hans-Georg Kuhn und Carl Damm.

Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, daß Blumenfeids Gegenkandidat Gerd von Haßler als Stellvertreter zum Zuge kommt. Dann würde sein steiler Kandidaten-Aufstieg in der vergangenen Woche doch noch mit einem einflußreichen Amt honoriert. thi

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