Neuer Hausherr an der Landwehr

Am 26. März ist Premiere im ehemaligen "theater 53"

In die verlassenen Kellerräume des theaters 53 ist ein neuer Hausherr eingezogen, Günter Langer, um es als Theater an der Landwehr" neu zu etablieren. Am 26. März, dem Abend vor der Bürgerschaftswahl, ist Eröffnungs-Premiere mit der Satire des belgischen Autors Tone Brulin "Der letzte Held". Symbolischer Titel? Das ist noch nicht auszumachen. Weitere Titel werden rasch folgen: "Was ist an Tolen so sexy?" von Anne Jellicoe (2. April), Zwei Einakter ("Sebastian" von Georg Schulte-Frohlinde und "Doppelte Ruckkehr" von Peter Kissener) am 13. April.

Der neue Hausherr, zunächst auch sein eigener Regisseur, möchte Repertoiretheater und nicht en suite spielen. Er will in dieser Saison außerdem noch "Ohne Antwort" von Robert Pignet und den "Dreikampf" von James Broom Lynne in Hamburg vorstellen, also die Linie des avantgardistischen und experimentellen Theaters fortsetzen, die Mewes an gleicher Stelle lange exerziert hat. , D

Der 32jährige Schauspieler und Regisseur Günter Langer stammt aus Düsseldorf, hat dort und später auch am Hamburger Thalia-Theater gearbeitet, ferner bei Film und Fernsehen. Er schreckt nicht vor den Erfahrungen zurück, die sein Vorläufer im Landwehr- Theater gemacht hat. weil er sein ganzes Vertrauen in die Aufgeschlossenheit des Hamburger Publikums setzt. Zu seinem kleinen Ensemble werden neben Alexander Ponto vorwiegend junge Hamburger Nachwuchskräfte gehören. Als Bühnenbildner Günter Berwig. Falls sein tollkühnes Experiment glückt, will er später Austauschgastspiele mit kleinen Bühnen anderer Städte vereini. rr baren.

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