Harte Eingriffe in das Privateigentum befürchtet

Viel Ärger mit der Brockdorffstraße

Enttäuscht und geräuschvoll verlie- ßen einige Rahlstedter die letzte Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek. Mit ihrer Stimmenmehrheit hatte die SPD-Fraktion dafür gesorgt, daß der Bebauungsplan Rahlstedt 27 angenommen wurde. Darin ist vorgesehen, die Brockdorffstraße auf insgesamt 21 Meter zu verbreitern.

Dagegen gestimmt hatten die CDU und FDP. Sie erreichten dadurch, daß der Plan vor seinem Inkrafttreten von der Hamburger Bürgerschaft beraten werden muß. Die Kritik der Anwohner richtet sich dagegen, daß man auf Kosten der Vorgärten nicht etwa die Fahrbahn verbreitern will, sondern Platz gewinnen will für Radwege und Abstellplätze für Kraftwagen.

Max Koch wies als Sprecher der CDU darauf hin, daß die Planung zwar grundsätzlich richtig sei. In diesem Falle sei sie jedoch nur durch harte Eingriffe in das Privateigentum zu verwirklichen. Er bezweifelte, daß die Abstellplätze für Wagen notwendig seien, da die Anlieger auf ihren Grundstücken Garagen und Abstellplatz haben.

Hans-Erich Schult (SPD) meinte, daß man den Plan zunächst verabschieden sollte und später beim Ausbau der Straße festlegen solle, wieviel Privatgrund man wirklich benötige.

Die Straße hat durch das Neubaugebiet Am Sooren/Am Hegen stark an Bedeutung gewonnen. Sie ist eine der möglichen Zufahrten und gilt als Wohnsammelstraße. ga

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