Neue Verkehrsströme durch U-Bahn-Verlangerung?

Ochsenzoll - noch mit großen Fragezeichen

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Wir wird die Gegend rund um den U-Bahnhof Ochsenzoll in den nächsten Jahren aussehen ? Diese Frage ist deshalb so interessant, weil mit dem Neubau des U-Bahnhofs Ochsenzoll und der geplanten Erweiterung nach Garstedt auch eine Neugestaltung zu beiden Seiten der Langenhorner Chaussee im Gespräch ist.

Das Hamburger Abendblatt sprach mit dem bekannten Architekten Dipl.- Ing. Gerd Pempelfort, der hierzu bereits erste Ideen entwickelt hat. Hier die Ausgangssituation aller Überlegungen: ? Dem U-Bahnhof gegenüber befindet sich ein Bushalteplatz. Zu den Zeiten des Berufsverkehrs stehen hier 20, 30 und 40 Busse hintereinander. Das führt zu unhaltbaren Verkehrssituationen. ? Zu beiden Seiten der Langenhorner Chaussee und in den Nebenstraßen rund um den Bahnhof Ochsenzoll werden jeden Morgen Hunderte von Autos aus den Kreisen Oldesloe und Pinneberg abgestellt, deren Besitzer mit der U-Bahn weiterfahren. Gehwege und Seitenstra- ßen sind restlos verstopft.

- Am Schmuggelstieg gibt es eine Reihe von behelfsmäßigen Ladengeschäften. Die anderen Geschäfte liegen rund um den U-Bahnhof Ochsenzoll.

Die Ideen des Hamburger Architekten, die schon in den nächsten Monaten Gestalt annehmen und in den parlamentarischen Ausschüssen im einzelnen beraten werden, gehen deshalb von folgenden Grundplanungen aus:

Die Bushaltestelle muß an dieser Stelle zu einem ordentlichen ZOB mit

besonderer Aufschließungsstraße vergrößert werden. Nördlich davon soll ein Park- and-ride-Platz für mindestens 400 Autos entstehen. Da der Hauptstrom der U-Bahn-Fahrgäste in Zukunft unter der Langenhorner Chaussee den Fußgängertunnel auf der westlichen Seite (ZOB und Parkplatz) benutzen wird, soll hier eine Ladengruppe errichtet werden. Alle Entwürfe gehen aber davon aus, daß keine Häuser abgerissen und keine wertvollen Bäume gefällt werden sollen.

Noch gibt es zwei große Unbekannte. 1. läuft der Verkehr vom Norden Hamburgs über die weitentfernte Stadtautobahn (was der Bund will), im Zuge der Tarpenbek um Langenhorn herum (was die Abgeordneten von Hamburg-Nord wollen) oder durch die Langenhorner Chaussee (was die Hamburger Planung als billigste Möglichkeit ins Auge faßt)? Und zweitens, wenn Ochsenzoll nicht mehr Endstation ist, schafft das neue Zentrum an der Endstation Garstedt nicht ganz neue Verkehrsströme vor allem bei den Fußgängern und Radfahrern?

In den kommenden Monaten wird noch viel Aber das Gebiet um Ochsenzoll diskutiert werden müssen.

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