Sechzig Behelfsheime müßten abgebrochen werden

Neues Sportstadion bei der City Nord gefordert

"Ein Sportstadion mit Zuschauerrängen für 15 000 Menschen soll nördlich vom Stadtpark neben der S-Bahn gebaut werden." Das fordert die SPD- Fraktion der Bezirksversammlung Nord. Die Fläche zwischen der S-Bahn und der vorgesehenen Stadtautobahn ist bereits seit langer Zeit für Sportanlagen reserviert, ohne daß Einzelpläne für den Ausbau vorliegen.

Die Bezirksversammlung stimmte gestern dem Antrag der SPD-Fraktion zu, die Behörden zu beauftragen, sofort Pläne für den Bau der Sportstätten auszuarbeiten. Über Einzelheiten wurde noch nicht debattiert. Nach Meinung der SPD sollten außer dem Sportstadion ein weiteres Spielfeld oder aber Tennisplätze eingerichtet werden.

In der Begründung des Antrages betonte Abgeordneter Ernst Niedorff (SPD), daß weitere Sportplätze besonders für die Barmbeker Vereine dringend erforderlich seien. Da dieses Gelände neben der City-Nord die einzige größere Fläche sei, die für diesen Zweck noch zur Verfügung stehe, müsse man schnell handeln. Max Sittenfeld ergänzte: "Allein der Sportverein Barmbek/Uhlenhorst hat 50 Fußballmannschaften, für die er kaum Platz zum Spielen hat."

"Wir dürfen aber nicht nur an die Sportvereine denken", meinte die Bezirksabgeordnete Maria Cadmus. Sie trat dafür ein, diese neue Fläche im Zusammenhang mit dem Stadtpark zu sehen und noch mehr Einrichtungen zu schaffen, die möglichst vielen Familien Spiel und Sport ermöglichen. Gedacht ist an Federball, Boccia, Minigolf und andere "Kleinsportarten".

Diese Anregung wurde allgemein begrüßt, Aber die Abgeordnete Christel Stegmann (FDP) gab die Meinung der Mehrheit wieder, als sie entgegnete, daß die zur Debatte stehende Fläche vor allen Dingen dem Zuschauersport dienen müßte. Ein "Gesundheits- und Sportpark" sei zwar gut, müsse aber wohl weiter zum Stadtrand hin geplant werden.

Bevor das Sportstadion gebaut werden kann, müßten die Bewohner von 60 Behelfsheimen umquartiert werden. Die SPD-Fraktion glaubt, daß dieses Problem in absehbarer Zeit zu leisen ist. ga.

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