Kreuzung muß ausgebaut werden

Für den heutigen Straßenverkehr unzureichend

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Das ist die Situation: Der Straßenzug Ohechaussee ? Segeberger Chaussee, die große Bundesstraße, die zur Ostsee führt, verengt sich an dieser Kreuzung zu einem Schlauch mit nur je einer Fahrspur Es besteht keine Möglichkeit für die aus Segeberg kommenden Fahrzeuge, sich nach rechts einzuordnen, um in Richtung Ulzburg abzufahren.

Die Kreuzung Segebcrger Chaussee ? Ohechaussee ? Ulzburger Straße ist dem heutigen Verkehr nicht mehr gewachsen. Tag für Tag bilden sich in den Hauptverkehrszeiten hier lange Fahrzeugschlangen. Garstedts Bürgermeister Horst Embacher forderte daher in einem Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt: "Diese Kreuzung muß so schnell wie möglich mit Fahrspuren zum Abbiegen ausgebaut werden!"

Völlig zum Erliegen kommt der Verkehr, wenn in der Fahrzeugschlange ein Fahrzeug auf das andere auffährt. Dann heißt es für die Garstedter Polizisten rasch handeln und das beschädigte Fahrzeug aus dem Verkehr ziehen, damit das Chaos nicht noch größer wird.

Aber nicht nur an Werktagen und im Berufsverkehr erweist sich, daß diese Kreuzung Abbiegerspuren braucht. An Sonn- und Feiertagen ist es besonders schlimm, Da stauen sich auf dem Stra- ßenzug Ohechaussee/Segeberger Chaussee ? bekannt als Bundesstraße 432 ? die Kraftfahrzeuge, die aus den Ostseebädern kommen.

Ebenso ist es von der Ohechaussee aus nicht möglich, sich links einzuordnen, um in die Ulzburger Straße einzubiegen. Jeden Tag wiederholt sich die gleiche Verkehrsmisere: Abbieger und Geradeausfahrer stauen sich auf einer Fahrspur. Die aus Richtung Segeberger Chaussee kommenden Fahrzeuge lösen dabei ungewollt die nächste Verkehrsstauung aus: 150 Meter hinter dieser Kreuzung verläuft die Einmündung der Langenhorner Chaussee in die Segeberger Chaussee. 80 Prozent aller Fahrzeuge, die aus der Langenhorner Chaussee kommen, biegen nach links in die Segcberger Chaussee ab. Fließt der Verkehr hier über die Kreuzung Ulzburger Straße nicht flüssig ab, so ist in wenigen Minuten der Verkehrspolizist an der Kreuzung Langehorner Chaussee/Segeberger Chaussee hoffnungslos eingekeilt.

"Wenn sich nur die Straßenbauämter in Itzehoe und Lübeck einig wären", seufzt Bürgermeister Horst Embacher. Für die Ohechaussee bis zur Kreuzung ist Itzehoe zuständig. Sie wird zur Zeit ausgebaut. Nur die letzten 100 Meter bis zur Kreuzung fehlen noch. Diese auszubauen hat aber nur Sinn, wenn auch die Segeberger Chaussee, die von der anderen Seite auf die Kreuzung zukommt, eine Abbiegspur erhält. Dafür ist Lübeck zuständig.

Dort hat man aber mit dem Ausbau keine Eile. Man wartet auf ein umfassendes Verkehrsgutachten, das Professor Wehner aus Berlin für den gemeinsamen Landesplanungsrat von Schleswig-Holstein und Hamburg ausarbeitet. "Bis dieser Plan ausgearbeitet und am Ende verwirklicht ist, können zehn bis zwanzig Jahre vergehen",- meinten Gemeindeverwaltung Garstedt und die zuständigen Polizeidienststellen. Aber bis dahin dürfte der Verkehr an diesen beiden Kreuzungen längst zum Erliegen gekommen sein. GERHARD MORIZ

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