Schwierigkeiten am Eppendorfer Markt erwartet

Ausbau Kieler Straße: Eine neue Umleitung gleich für zwei Jahre

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Weit über tausend Verkehrszeichen und 22 neue Ampelanlagen werden den Hamburger Schilderwald verstärken. Damit hoffen Verkehrspolizei und Baubehörde einer großräumigen Umleitung durch den ohnehin fast undurchdringlichen Verkehrsdschungel der Hansestadt den Weg zu ebnen. Am 20. März wird die Kieler Straße zwischen Wittenmoor und Ophagen auf einer Länge von drei Kilometer wegen Ausbauarbeiten für die Dauer von zwei Jahren gesperrt. Der Verkehr der Bundesstraßen 4 und 5 wird über Schneisen, Niendorf und Lokstedt geleitet. Der Zug der Umleitungsstraßen ist

schon jetzt von emsigen Bauarbeiten gekennzeichnet. Schwarzdecken werden auf die Warnstedtstraße, die Melanchthonstraße, den Stellinger Steindamm, die Pinneberger Straße zwischen Landesgrenze und Holsteiner Chaussee aufgetragen. Ferner werden Fußgänger- und Radwege angelegt.

Der von Norden nach Süden fließende Verkehr wird bei Burgwedel von der Bundesstraße 4 abgeleitet und über

Obst geht in die Mostereien

Ganze Obstberge rollen in diesen Tagen aus dem Alten Lande in die norddeutschen Mostereien. Difl Wärme zwingt die Obstbauern zur Auflösung der Obstlager, die nicht mit Kühlmaschinen ausgestattet sind, und der Markt kann das niederelbische Obst nur in geringem Umfange abnehmen. Die Lage der Obstbauern ist durch die für zwei Tage aufgehobene Importsperre von Italien erschwert worden. Am 15. März wird die Einfuhrsperre für Obst ganz aufgehoben. Dann kommen Obsteinfuhren aus Holland und Dänemark hinzu, wodurch der Absatz niederelbischen Obstes weiterhin erschwert wird.

die Frohmestraße, Friedrich-Ebert- Straße und Kollaustraße gelenkt. Über den Siemersplatz führt die Umleitung den Fahrzeugstrom in den Lokstedter Steindamm und in die Hoheluftchaussee. Dort trifft die Umleitung wieder auf den alten Verlauf der Bundesstra- ßen 4 und 5. Der Verkehr der Bundesstraße 5 trifft über die Wählingsallee auf die Umleitungsstraße.

Der von Süden strömende Verkehr wird am Eppendorfer Markt über die Ludolfstraße, den Lokstedter Weg und die Osterfeldstraße geleitet; er mündet am Siemersplatz in die Kollaustraße ein. Fahrzeuge in Richtung Pinneberg ? Elmshorn treffen über die Oldesloer Straße wieder auf die Bundesstraße 5.

Während auf den breiten Straßen in Niendorf und Lokstedt bei dem Geschwindigkeitslimit 60-Stundenkilometer ein flüssiger Verkehr zu erwarten ist, dürfte der neuralgische Punkt der Urnleitung am Eppendorfer Markt liegen. Hier werden vier neue Ampelanlagen aufgebaut. Auf die Straßen gepinselte Sperrflächen sollen den Verkehr "vorsortieren." An der Ecke Eppendorfer Landstraße ? Ludolfstraße wird ein zehn Meter breiter Straßenstreifen für die Rechtsabbieger angelegt.

Für den innerörtlichen Verkehr ergeben sich zahlreiche Veränderungen. So werden die Ludolfstraße zwischen Heinickestraße und Eppendorfer Marktplatz und der Straßenzug Lokstedter Weg ? Osterfeldstraße in Richtung Norden zur Einbahnstraße. Dafür wird der Straßenzug Süderfeldstraße ? Geschwister - Scholl - Straße, Tarpenbekstraße, Martinistraße und Eppendorfer Landstraße angeboten. Die Süderfeldstraße und die Geschwister-Scholl-Stra- ße werden Vorfahrtstraßen. Gleichzeitig werden die beiden Straßen zwischen Lokstedter Steindamm und Tarpenbekstraße in Richtung Tarpenbekstraße zur Einbahnstraße.

Die Verkehrspolizei hofft, daß sich die Umleitung einpendeln wird. In den ersten Wochen werden "weiße Mäuse" auf Motorrädern den Verkehrsstrom kontrollieren.

Wenn sich im Verkehrsgeschehen Stockungen ergeben, soll der Plan eventuell geändert werden. Mit einiger Sorge blicken die Verkehrsplaner allerdings der Entwicklung in der Wespentaille der Umleitung, dem Eppendorfer Markt, entgegen. J. W. WOHLDORF

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