Werner Knoth sprach und zeichnete:

Die "Prinzessin Huschewind"

Hamburgs Bühnen stehen in diesen Tagen im Zeichen des Weihnachtsmärchens. Einer der jüngsten Darstellerinnen unter den bewährten Alten auf der üppig gedeckten Märchenbühne sei deshalb der heutige^ Beitrag gewidmet. "Prinzessin Huschewind" alias Isabel Stumpf hat am Sonnabend im Operettenhaus Premiere. Isabel, Tochter des Schauspielerehepaares Wolfgang Stumpf und Christine Mylius und Jungschülerin der Schauspielschule Hildburg Frese, hat im Juli/August auf Peter Ahrweilers Kleiner Komö-

dien-Bühne als Jenny in "Hurra für Gina" zum erstenmal auf den Brettern gestanden. Nun holte Max Walter Sieg sie für seine Weihnachtsmärcheninszenierung bei Collien am Spielbudenplatz. Zwischen Phonetikstunde und Stückprobe kam dieser Teenager zu mir ins Atelier geschneit. Ich frage sie: "Und wie soll es nun weitergehen?" Antwortet die Achtzehnjährige mit einem verschmitzten Lächeln: "Abschlußprüfung in längstens zwei Jahren und dann natürlich eines Tages ? Burgschauspielerin." Man sieht, die Prinzessin Huschewind hat sich einiges vorgenommen. -

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