Start in Hamburgs neue Theatersaison mit jungen Künstlern

Der Sommer geht zur Neige, auch wenn er ? dem Wetter nach ? noch gar nicht begonnen hat. Wollten wir zweifeln, so bestätigen uns das, nächst dem Kalender, die Theater. Sie rüsten emsig, die neue Saison zu beginnen.

Den Premierenreigen, der uns hoffentlich etwas mehr Licht beschert, als es die vergangenen sonnenlosen Wochen taten, er- öffnet die kleinste unter den Hamburger Bühnen: das theater 53, Morgen abend mit der deutschen Erstaufführung der satirischen Komödie "August". Ihr Autor ist Raymond Castans, gelernter Jurist und Zeitungsmann (Chefredakteur der beiden größten französischen Zeitschriften "Paris Match" und "Marie Ciaire"). Marcel Pagnol gewann ihn fürs Theater. "August", die Geschichte eines harmlosen Durchschnittsbürgers, der in die Mühle der Meinungsmacher in den modernen Publicity-Rummel gerät, erzielte in Paris einen ungewöhnlichen Erfolg.

Im theater 53 wird Ingold Wildenauer die Titelrolle spielen. Er ist gebürtiger Münchner und gehört zu den jungen Talenten, die sich das kleine, aber immer' unternehmungsfreudige Theater an der Landwehr für die nächste Spielzeit geholt hat. Frischblut für die Kellerbühne, die jetzt zum erstenmal mit einem festen Ensemble aufwarten kann. Einige der jungen Gesichter aus der neuen "Mannschaft" stellen wir unseren Lesern heute 'Im Bilde vor. Rolf Kadgin ist mit Hamburg bereits einigermaßen vertraut. Er war Schüler bei Eduard Marks, ehe ihn das Stadttheater Konstanz engagierte. Die Münchnerin Marja Kuhnert ist in Frankfurt ausgebildet worden und hat sich dort, bei den Städtischen Bühnen der Main-Metropole, ihre ersten Sporen verdient. Barbara Schneider kommt aus der Münchener Schule; sie war ein lahr am Fränkischen Landestheater, gemeinsam - mit Ingold Wildenauer, dem frischgebackenen Hamburger "August".

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