Der Schwarzwald-Kurort hat große Pläne

In Baden-Baden fahren noch die alten Fiaker

Eigener Bericht

th. Baden-Baden, 1. April

Wenn im ersten Frühling der Rhododendron blüht und den Duft seiner welfien, rosa und violetten Blüten verströmt, hat in Baden-Baden im Sehwarzwald die Saison ? begonnen. Dann ist die Stadt an der Oos wieder da* Ziel vieler Urlauber.

Manches hat sich verändert. Wer mit dem Wagen kommt, gelangt seit kurzem auf der vierbahnigen, 7,2 Kilometer langen Schnellverkehrsstraße kreuzungsfrei von der Autobahn bis mitten lin dl" Innenstadt Neugestaltet und teilweise umgebaut wurde der Kurfoauskomplex an der Lichtensteiner Allee, wobei der klassizistische Stil des Weinbrennerbaus gewahrt blieb.

Baden-Badens größtes Projekt ist noch im Werden: Umbau und Modernisierung des großen Bäderviertels in der Nähe des Reiherbrunnens und der römischen Badruinen. Dazu müssen mehrere Gebäude der Spitzhacke zum Opfer fallen. An ihrer Stelle entstehen dat neue Kurmittelhaus und Badeinrichtungen ? ein Bau, der mindesten*

10 Millionen Mark erfordert und gut seine zwei Jahre dauert.

Zum Glück geht trotz Abbruchbagger und Neubau das Leben in der Kurstadt ungestört weiter. In der Lichthaler Allee fahren die alten schönen Fiaker wie einst, und die Kuranlagen sind eine Promenade gesellschaftlichen Lebens. Dort sieht man Staatsmänner und Gelehrte, Könige und orientalische Fürsten, Filmschauspieler und Industriekapitäne. Das weltbekannte Kurbad steht aber nicht nur den "oberen Zehntausend" offen. Es gibt viele Gasthäuser und Pensionen zu durchaus erschwinglichen Preisen.

Beliebt sind Baden-Badens heilkräftige Thermalquellen und die Kochsalzthermen, die mit 69 Grad Celsius die heißesten in Europa sind. Sie helfen bei Rheuma, Arthritis sowie Zivilisationsschäden. Ihren Gästen bietet die Stadt eine Fülle von Kureinrichtungen. Das Schwimmstadion auf dem Hardberg inmitten herrlicher Wälder ist eins der modernsten ganz Deutschlands.