UNTERNEHMUNGEN

GHH zahlt wieder 12

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Von unserer westdeutschen Redaktion

s. Oberhausen, 21. November

Der Gutehoffnungshütte-Aktienvereln, Oberhausen, wird der H V am 27. Januar die Ausschüttung einer Dividende von wieder 12 '/" für das Geschäftsjahr 1959/60 (30. 6.) und die Erhöhung des Grundkapitals von 83,2 um 41,8 auf 125 Mill. DM vorschlagen.

Die neuen Aktien sollen im Verhältnis 2.1 zum Kurs von 225 Prozent bezogen werden können und bei Einzahlung im Juli 1961 erstmals für das volle Geschäftsjahr 1961/62 gewinnberechtigt sein.

MetzelerGummierhöhtAK

Eigener Bericht

se. München, 24. November

Die Metzeier Gummiwerke AG, München, werden nach Abschluß der Ausbau- und Erweiterungsarbeiten jetzt das AK von bisher IS um 12 auf 3t Mill. DM erhöhen. Die Aktien werden von dem alleinigen Aktionär Willy Kaus übernommen, der sofort 9 Mill. DM einzahlt. Einem genehmigten Kapital von S MIU. DM, das zusätzlich geschaffen wird, dürfte bei der Organisation als Einmanngesellschaft nur formelle Bedeutung zukommen.

Erstmals nach Auflösung des früheren Organverhältnisses mit der Georg-Hirsch- Zentralgeschäftsstelle und seit der Übernahme der Aktien durch den jetzigen Vorstandsvorsitzer Willy Kaus tritt das Unternehmen mit einer größeren Finanztransaktion an die Öffentlichkeit. Die letzte Bilanz wurde 1954 vorgelegt. Die Verwaltung teilt mit, daß nach Lösung der noch offenen wirtschaftlichen und steuerlichen Fragen aus dem früheren Organverhältnis nun auch die rüdeständigen Bilanzen bis einschließlich 1959 vorgelegt werden. Mit einer Veröffentlichung ist Anfang 1961 zu rechnen.

Neben der baulichen und maschinellen Erweiterung des MUnchener Stammwerks wurden zur Sicherung der angestrebten höheren Produktionskapazität grö- ßere Verbesserungsmaßnahmen durchgeführt. Investitionen wurden vorgenommen in den Zweigwerken ln Lindau 1. B-. in dem Gummiwerk Odenwald ln Neustadt sowie auf dem Kunststoffgebiet durch Erwerb der Correcta GmbH ln Bad Wildungen.

Vertrlebsgesellsctiaft in Paris

Die HV der vereinigte Seidenwebereien AG, Krefeld, beschloß einstimmig und ohne Aussprache die vorgeschlagene Dividende von S, (7) V". Nach Mitteilung der Verwaltung kann auch für 1960 mit einem befriedigenden Ergebnis gerechnet werden. In Paris ist eine Vertriebsgesellschaft gegründet worden, nachdem Frankreich Anfang 19(0 lm Rahmen des Gemeinsamen Marktes die Einfuhr fast aller Erzeugnisse freigegeben hatte. Die Anstrengungen, mit neuen Artikeln ln den benachbarten Landern Fuß zu fassen, sollen verstärkt werden. Die Investitionsaufwendungen wurden 1960 erhöht. Auch im kommenden Jahr dürften sie noch erheblich über denen von 1959 liegen. s

Kapitalschnitt

VonunsererFrankfurterRedaktlon

bo. Frankfurt, 24. November

Die Verwaltung der Sächsischen Bodencreditanstalt, Berlin/Frankfurt, hat zum 16. Dezember eine ao HV einbeiufe", aui der"fbeirdie'tln"temui"-"ies ARvon RM auf DM sowie über eine gleichzeitige AK-Erhöhung beschlossen werden soll. Der AR stimmte am 22. November dem Vorschlag des Vorstandes zu, wonach auf Grund der besonderen Lage der Bank und des vorhandenen Vermögenssaldos von rund 2,75 MIU. DM eine Umstellung des Kapitals von 11 MIU. RM im Verhältnis 10:1,5 auf 1,65 Mill. DM vorgenommen werden soll.

Dabei wird dann eine gesetzliche Rücklage von 1,1 Mill. DM verbleiben. Anschließend soll das AK um 3,35 auf 5 Mill. DM erhöht werden. Die Jungen Aktien sollen zum Kurs von 130 °/i ausgegeben werden, womit sich die Rücklagen auf rund 1,8 Mill. DM erhöhen würden.

Von selten der Verwaltung wurde betont, diese Ausstattung mit Eigenkapital sei notwendig, um der Bank einen ausreichenden Emissionsspielraum zu verschaffen. Die Bank habe bereits zufriedenstellende Fortschritte im Neugeschäft erzielt.

Kein BMW-Konsortium?

Eigener Bericht

se. München, 22. November

Die Übernahme der von den Aktionären nicht bezogenen jungen BMW-Aktien erfolgt mögllcherweise nicht durch ein Bankenkonsortium, sondern allein durch die Quandt- Gruppe unter Beteiligung ihrer Hausbanken. Die Quandt-Gruppe könnte dann diese Aktien einem eventuell auftauchenden industriellen Partner von BMW anbieten.

Um das Auffamig-Konsortoum, das bei der beabsichtigten Kapitalerhöhung der Bayerische Motorenwerke AG, München, Hilfestellung leisten soll, ist es zu Spekulationen gekommen, die nicht den Tataachen entsprechen. Der Münchener Finanzmakler Münemann und die Bank für Gemeinwirt s c h-a f t AG dementieren entschieden ihre Mitwirkung an einem solchen Konsortium. Auch die BMW-Verwaltung teilt auf Anfrage mit, daß die beiden genannten Institute dem Auffang - Konsortium nicht angehören. Fest stehen bisher lediglich die Beteiligung der Quandt-Gruppe und die Absage der Deutsche Bank AG.

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