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DIE MEINUNG DER LESER

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Förderbänder für Fahrräder

Liebes Hamburger Abend blatt

Zu dem Artikel "Radfahrertreppe mit 30 Stufen und Leitrillen" vom 3./4. 9. 1960 möchte ich bemerken:

Am Verkehrsknoten Deichtorplatz wird der Kraftfahrzeugverkehr im Zuge der Ost- West-Straße ? Amsinckstraße ? Norderelbbrücke in einem 4spurigen Tunnel unterführt. Der Badfahrer- und Fuß- p {Si||

gangerverkehr aus der Ost-West- Straße in Richtung Amsinckstraße muß nur die wenig befahrene Marschländerstraße überqueren und kann mit Lichtsignalen oberirdisch abgewikkelt werden. In der Gegenrichtung ist im Zusammenhang mit dem Bau der U-Bahn-Haltestelle Steinstraße ein Tunnel geschaffen worden, durch den die Fußgänger und Radfahrer unabhängig von der Lichtsignalregelung unter dem Klosterwall hindurchgeführt werden.

Der nur in dieser Richtung zu befahrende Radweg in diesem Tunnel ist 2 m breit mit je 40 cm breiten Schutzstreifen zu beiden Seiten. Der 4 m breite Fußweg verläuft völlig getrennt daneben. Bei der Blumenmarkthalle konnte eine Rampe (ansteigende Fahrstraße) für die Radfahrer angelegt werden. Auf der gegen- überliegenden Seite (City- Hof) steht dafür nicht genügend Platz zur Verfügung. Für jede der beiden Spuren des Radfahrtunnels mußte deshalb an der Ecke City-Hof je eine 1 m breiteTreppe mit rechts daneben liegenden 40 cm breiten flachen Rinnen angelegt werden, auf der die Räder aufwärts geschoben werden können. Das ist nichts Neues. Wo Fahrräder auf- oder abwärts bewegt werden müssen, ohne daß Platz für Rampen vorhanden ist, sind Treppen mit seitlichen Rinnen auch sonst schon, vor allem in Holland, angelegt worden.

Da das Schieben der Fahrräder nach oben unbequem ist, hat die Baubehörde in den Rinnen neben den Treppen je ein Förderband fflr die Räder eingeplant. Die Radfahrer müssen dann zwar ? ebenso wie die Fußgänger ? die Treppen steigen, brauchen dabei die Räder aber nur rechts neben sich festzuhalten. Förderbänder fllr diesen Zweck sind jedoch nicht ohne weiteres lieferbar, sondern müssen speziell angefertigt werden. Da gegenwärtig noch nicht klar ist, zu welchem Zeitpunkt die Bänder geliefert nnd eingebaut werden können, sind einstweilen die Fahrradrinnen angelegt worden, um den Radfahrertunnel auch schon vor Lieferung der Förderbänder in Betrieb nehmen su können.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Sill

Erster Baudirektor Anständige Kohlenhändler Geehrte Redaktion! Leider ist es uns nicht möglich, die Angaben von Herrn Köhler ("Winterkohlen nach Gewicht" in Nr. 209) nachzuprüfen, da nicht, angegeben worden ist, um welchen Kohlenhändler es sich handelt. Jeder anständige Kohlenhändler ist selbstverständlich bemüht, seine Kunden mit reellem Gewicht zu bedienen; und warum sollte er gegen ein Vorwiegen sein, wenn es mal von diesem oder jenem Kunden gewünscht würde.

Der Kohlenhandel wird laufend hinsichtlich des Gewichts von der Behörde für Wirtschaft und Verkehr, Abteilung Gewerbeaufsicht, überprüft. Diese Überprüfungen werden auf dem Lager des Kohlenhändlers vorgenommen; oft aber werden die Fahrzeuge unterwegs angehalten und die auf dem Fahrzeug befindlichen Säcke werden nachgewogen.

Glückauf!

Vereinbarung der am Kohlenplatzhandel Beteiligten e. V.,

Hamburg l

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