Baubeginn des Atomforschungszentrums bei Jülich

Grundstein für Reaktor

Heute morgen hat Ministerpräsident Steinhoff im Hambacher Forst südöstlich von Jülich den Grundstein zum ersten Atomversuchsreaktor des großen Atomforschungszentrums gelegt, das das Land Nordrhein-Westfalen bauen läßt. Eineinhalb Jahre nach dem Beschluß des Landtages wird nun Wirklichkeit, was in Jahren vorher geplant worden ist.

Das Gelände des Atomforschungszentrums beginnt südlich von Jülich und erstreckt sich fast bis nach Hambach. Im Nordosten wird es von der Straße Jülich-Bergheim begrenzt und reicht im Süden bis nahe an Straße und Eisenbahnlinie Jülich-Düren. Bestimmend für den Standort war die ungefähr gleiche Entfernung von den Universitäten des Landes, Köln und Bonn, und von der Technischen Hochschule Aachen. Denn das Atomforschungszentrum soll ausschließlich den Universitäten zur Verfügung stehen.

Von den Gesamtkosten in Höhe von 82,5 Millionen DM hat der Bund 40 Millionen DM übernommen. Davon stehen

10 Millionen bereits zur Verfügung. Die restlichen knapp 40 Millionen wird Nordrhein-West falen aufbringen.

Kern der Anlage sind zwei in England gekaufte Reaktoren. Drumherum gruppieren sich insgesamt zwölf Forschungs- und Schulungsinsütute für Neutronenphysik, Reaktorwerkstoffe, Isotopentrennung, Kernchemie, Kernverschmelzung, Medizin, Biologie und für Landwirtschaft. Jedes der 12 Institute wird unter Leitung eines namhaften Professors stehen.

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