Hamburg im Drei-Städte-Kampf an letzter Stelle

Berlin überraschte

Eigener Bericht

Leipzig, 19. April

In der seit 14 Tagen ausverkauften Leipziger Messehalle siegte vor 4000 Zuschauern überraschend die Berliner Städtemannschaft mit 386,95 Punkten vor Leipzig mit 380,30 und Hamburg mit 358,25 Punkten. Das gutvorbereitete und durchgeführte Jubiläumsturnen ? es war der 50. Dreistädtekampf ? brachte der Berliner Riege einen verdienten Sieg. Hamburgs junge Mannschaft hatte gegenüber den beiden Riegen, die heute aus den besten Turnern der DDR gebildet werden, keinen Augenblick eine Aussicht, sich in den Vordergrund zu turnen.

In fünf Jahren ? das letzte Dreistädteturnen fand Karfreitag. 1952 in Ost-Berlin statt ? hat sich sehr viel geändert. Damals gewann Hamburg. Heute sind die Leistungen der. Spitzenkräfte aus der DDR nicht wiederzuerkennen. Sie überturnten sich gegenseitig mit Durchschnittsnoten von 9,5 bis 9,6 bei strengster internationaler Wertung und lieferten sich einen spannenden gleichwertigen Wettkampf. Allgemein war Leipzig in Front erwartet, aber Berlin

bot die sicherere Leistung am Pauschenpferd und stallte mit Na ch tigal 1 den besten Einzelturner, der auch mit 9,75 Punkten die höchste Wertung (Bodenturnen) erzielte.

Die Berliner Riege wurde aus Mitgliedern des Armeesportklubs Vorwärts und der Volkspolizei (Ost-Berlin) und die Leipziger Riege von den Sportstudenten der Hochschule für Körperkultur gebildet. Einzelergebnisse: 1. Nachtigall (Berlin) 56,95, 2. Drescher (Berlin) 56,55, 3. Werner (Leipzig) 56,40, 4. Müller (Berlin) 55,30, 5. Gipser (Berlin) 54,90, 6. Berger (Leipzig) 54,60, 7. Wendt (Leipzig) 54,50, 8. Zschunke (Leipzig) 54,35, 9. Thiem (Berlin) 54,30, 10. Sefert (Berlin) und Kießlinger (Leipzig) 53,35 ? die ersten Hamburger: 13. Götz 52,45, 17. Stebener 51,25. 18. Bernhold 50,85.

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