Amelie Ruths, die Malerin det Halligen, ist gestorben

Am Dienstag ist die Hamburger Malerin Amelie Ruths, die am 28. April 85 Jahre alt geworden wäre, im Eppendorfer Krankenhaus gestorben. Bis zuletzt hat sie an der Staffelei gestanden, und noch auf der diesjährigen Frühjahrsausstellung der Vereinigung Hamburger Künstlerinnen waren Bilder von ihr zu sehen. Ihre

besondere Liebe galt der norddeutschen Landschaft, der Nordseeküste und den Halligen, die sie in jedem Sommer besuchte. Noch mit 80 Jahren malte sie bei jedem Wetter vor der Natur, und in allen ihren Bildern spürt man die tiefe Naturverbundenheit. Das Altonaer Museum zeigte vor zwei Jahren eine eindrucksvolle Kollektion ihrer Künstleriandschaften, In denen Land, Himmel und Wasser in ernstem und schwermütigem Akkord zusammenklingen. Ihre künstlerische Ausbildung erhielt die Malerin bei ihrem Onkel Valentin Ruths (1825 bis 1905), der zu den großen und unvergessenen Hamburger Künstlern des 19. Jahrhunderts gehört. S.

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