Steintorbrücke wieder Tor zur Mönckebergstraße / Umbau am Berliner Tor

Neue Fahrt am Hauptbahnhof

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Noch in diesem Jahr wird der verkehrswichtige Straßenzug Mönckebergstraße? Steintordamm ? Steintorplatz grundlegend umgestaltet. Schon im Mai soll der erste Bauabschnitt in Angriff genommen werden. Auch dem Verkehrsknotenpunkt am Berliner Tor stehen Verbesserungen bevor.

Die Durchführung des Bauvorhabens ist besonders dringlich am Hauptbahnhof. Nach mehreren schweren Unfällen wurde der durchlaufende Fahrverkehr auf der Steintorbrücke (Steintordamm) in Richtung Rathausmarkt für alle Fahrzeuge mit Ausnahme der Straßenbahn gesperrt. Nun soll das Tor zu Hamburgs bedeutender Geschäftsstraße wieder geöffnet werden. Statt dessen wird

dem .Gelände des früheren Zoologischen Museums als auch im Steintorwall eingebaut werden sollen. Vorläufige Umgestaltung der Steintorbrücke (Steintordamm) ? zunächst ofine Veränderung der Brückenkonstruktion ? durch Verlegung der Straßenbahnschienen auf die Südseite. Bau einer Haltestelleninsel, die sich über die ganze Brücke erstrecken wird, und Herstellung einer neuen Fahr-

STE/NTQgagl/CKE

Die geplante Verkehrsregelung am Hauptbahnhof. Die schwarz gezeichneten

Flächen sind Verkehrsinseln mit Haltestellen für die Straßenbahn.

die Brücke dann in umgekehrter Richtung für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt, da die Straßenbahnschienen künftig auf der südlichen Fahrbahnhälfte verlaufen sollen. Der aus Richtung Mönckebergstraße kommende Kraftfahrverkehr wird rechts und links über den Steintorwall abgeleitet.

Wie gestern im Bezirksausschuß Hamburg-Mitte bekanntgegeben wurde, sind für das Rechnungsjahr 1954 folgende Maßnahmen vorgesehen: Umbau der Kreuzungen Lange Mühren/Mönckebergstraße und Mönckebergstraße'Steintorwall. Verbreiterung des Steintorwalls zwischen Mönckebergstraße und Altmannstraße, Teilung der Fahrbahn durch langgestreckte Straßenbahnhaltestelleninseln, die sowohl in der Mönckebergstraße zwischen dem Kepahaus und bahn von 7 Meter Breite für den Verkehr in Richtung Stadt. Außerdem soll ein Radweg über die Brücke geführt werden.

In den weiteren Bauabschnitten ist die Verbreiterung der Steintorbrücke vorgesehen. Der Steintorplatz soll eine große Verkehrsinsel erhalten. Auch Kirchenallee und Hachmannplatz verändern ihr Gesicht. Später wird außerdem der Klosterwall dem verbreiterten Steintorwall angeglichen. Schließlich soll (nach Verlegung des Gemüsegroßmarktes) auch der Deichtorplatz völlig umgebaut werden.

Auch für den ständig. wachsenden Verkehr über die Eibbrücken ist die Schaffung einer leistungsfähigen, direkten Straßenführung seit langem dringendes Bedürfnis. Voraussetzung für den Beginn der Arbeiten ist die Zuschüttung des Nordkanals und des Hochwasserbassins. Deshalb können Termine für die Durchführung der Maßnahmen noch nicht genannt werden, doch ist mit ihrem Abschluß in 4 bis 5 Jahren zu rechnen.

Bei diesem Projekt handelt es sich im wesentlichen um die Einmündung der Bürgerweide in den Heidenkampsweg. Von der Wallstraßenbrücke aus soll die Bürgerweide hart östlich der Bahnstrecke (wie jetzt die Straßenbahn) mit 18 Meter Fahrbreite unter der Straßenbrücke hindurch bis an die Unterführung am Berliner Tor geführt werden. Kurz davor soll sich die Fahrbahn teilen. Ihr westlicher Strang verläuft im Zuge der heutigen Unterführung kl den Heidenkampsweg, für die östliche Fahrbahn ist der Bau einer zweiten Unterführung erforderlich.

Beide Straßenzüge verlaufen weiter getrennt im Heidenkampsweg, in dessen Mitte die Straßenbahn einen eigenen Bahnkörper erhalten wird. lb

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