Brltlscne Behörden wollen GSO-Elnbelten bis Juli auf lösen

Abbau der Dienstgruppen

Eigener Bericht

Hamburg, 8. März

Ven den 40000 im Bundesgebiet beschäfllgten Deutschen, die als Anforme sogenannter GSO-Hnheiten <DlWistgruppen) bei der engllschen Armee arbeiten, werden bis zum kommenden Jull die meisten gekündigt und entlassen sein. Die englischen Stellen begründen diese Maßnahme damit, daß die Umgruppierung ihrer Armeekräfte In Deutschland die deutschen Arbeitsam! Transporteinheiten zum größten teil überflüssig werden lassen. Eine Anzahl von Arbeitseinheiten der deutschen Dienstgruppen soll durch Arbeitskräfte ersetzt werden, die unmittelbar durch die britischen Streitkräfte angestellt werden. Es ist "vorgesehen, einen Teil der entlassenen GSO-Männer auf dieser Grundlage weiter zu -^F?**" tigen. Nicht betroffen von der befftsichtigten Auflösung bleiben jene deutschen Dienstgruppen, die von der zweiten tantischen Luftwaffe beschäftigt werden. Ende der Helgoländer Schrottaktion Die Schrottbergung - auf Helgoland durch die britischen Besatzungsbenorden soll in der nächsten Woche eingestellt werden, wie ein Sprecher der englischen "Disposal Group" in Cuxhaven mitteilte. ? . Das auf der Insel beschäftigte Bombenräumkommando warnt davor, Helgoland ohne Genehmigung zu betreten. In den wenigen Tagen des Aufenthaltes seien zahlreiche Blindgänger bis zu den größten Kalibern festgestellt worden. Allein am Donnerstag sind 16 Sprengungen von alter Munition und Sprengkörpern erfolgt. Der Hafengrund wird

gegenwärtig von Tauchern ebenfall s nach Minen-, Blindgängern und Wrackteilen abgesucht.

Bei der vorläufigen Gemeindeverwaltung Helgoland in Pinneberg haben sich inzwischen zahlreiche Studenten und Schüler zum freiwilligen Arbeitseinsatz auf der Insel während der Ferien gemeldet. :

50000 Dollar für Degen

Eigener Dienst

Ankara, 8. März

Die türkische Regierung wollte General E i s e n h o w e r bei seinem Staatsbesuch in Ankara einen Degen schenken, den einer seiner deutschen Vorfahren während eines Kreuzzuges an den Sultan Saladin verloren hatte. Der Besitzer, ein Nachfahre Saladins. verlangte jedoch 50 000 Dollar dafür. Das war der Regierung zu teuer.

Der Degen trägt die Inschrift: "Pro deo et patria ? Eisenhauer." Die US- Botschaft in Ankara soll vor einigen Jahren bereits 35 000 Dollar dafür geboten haben. Zur Zeit schweben Verhandlungen mit anderen amerikanischen Persönlichkeiten, die den Degen unter allen Umständen kaufen wollen.

V- Basis bei Kolberg

Assoclated Press.

Stockholm, 8. März

Nach Stockholmer Informationen sollen die Sowjets zur Zeit Zielübungen mit V-Geschossen von der Abschußbasis Kolberg aus unternehmen. Das Ziel: ein etwa 680 km entfernter See auf der Insel ösel. Genau so weit, so sagt man in Stockholm, sei von Kolberg nach Essen, dem Mittelpunkt des Ruhrgebietes.