In 40000 Arbeitsstunden wurde ein neues Gesicht geschaffen

Freie Fahrt am Jungfernstieg

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Ab heute ist auf dem Jungfernstieg wieder "Freie Fahrt". Die Bauarbeiten sind beendet. In der Rekordzeit von drei Wochen, in denen in Tag- und Nachtschicht 40 000 Arbeitsstunden geleistet wurden, hat Hamburgs weltberühmte Straße sein neues "Make-up" bekommen. Eine Präzisionsleistung des Tiefbauamtes Mitte, das versprochen hatte, bis zum Einsetzen des Weihnachtsbetriebes fertig zu werden.

Zunächst mußte die Hochbahn ihr Gleis verlegen. Termin 12. November. Sie schaffte es fünf Tage früher. Am 12.November wurde mit der "Vorprofllierung" der Fahrbahnen begonnen. Das heißt, die Straßenprofile wurden mit Schotter und Mastix vorgeformt, so daß am 13. November mit dem Gießen begonnen werden konnte. In rund 500 "Kochungen", die in transportablen Kochern vorgenommen wurden, machte man rund 120 000 Eimer Asphalt gußfertig. Wenn Schnee oder Regen die Asphaltarbeiten bedrohte, stellte, man transportable Schutzdächer 1 auf. In der Mitte des Jungfernstiegs ist ein neuer, 5,50 Meter breiter Parkstreifen angelegt

worden, auf dem 76 Personenkraftwagen und zwölf Droschken Platz haben.

Auf dem Fußgängerweg an der Häuserseite, vom Plan bis zum Gänsemarkt, sowie auf der anderen Seite vom Gänsemarkt bis zur Einmündung Colonnaden, auf den Wegen über den Parkplatz und auf den Verkehrsinseln, sind Platten neu verlegt worden. Diese Arbeiten wurden unter Aufrechterhaltung des Fußgängerverkehrs überwiegend an vier Sonntagen vorgenommen. Spitzenleistung an einem Sonntag: 80 Mann verlegten rund 1500 Quadratmeter Platten. Ein Radweg von 1,60 Meter Breite wurde auf der Wasserseite angelegt. Die Verkehrsinseln sind in der neuen Form bereits erkennbar. Die Pflasterarbeiten können wegen der Frostperiode (unbehindert vom Verkehr) erst später fertiggestellt werden.

In verständnisvoller Zusammenarbeit mit der Verkehrspolizei wurden alle Sperrmaßnahmen sorgfältig vorbereitet. Unfälle hat es nicht gegeben. Der durch die Innenstadt fließende Verkehr wurde nicht wesentlich behindert. gb.

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