Protestfahrt der Fischer zum Großen Knechtsand

"Wir fischen trotz Bomben"

Eigener Bericht

Cuxhaven, 27. November

Am Montagnachmittag haben Mitglieder der Aktion Helgoland e. V., Fischer mit mehr als 50 Fahrzeugen, Pfarrer Matthias aus Dorum, der zuständige Deichgraf und die Deichobleute gegen die Wahl des Großen Knechtsandes als Bombenziel für Helgoland protestiert. Sie haben auf dem Sand, auf dem im Krieger übrigens eine Anzahl englischer Flieger begraben worden ist, die Europaflagge, die grünweiße Flagge des Landes Wursten und die Bundesflagge gehißt.

Als Vertreter der Fischer sagte Fritz Eggers aus Cuxhaven: "Wir alle werden in unserer Existenz bedroht, wenn der Große Knechtsand Bombenziel wird. Wir protestieren- so lange, bis wir erreichen, daß die geplanten Bombenabwürfe nicht ausgeführt werden. Wenn aber trotzdem Bomben geworfen werden sollten, dann werden wir in den alten Gründen weiterfischen. Das ist unser fester Entschluß ! Alles entstehende Unglück haben dann die Stellen zu verantworten, die ihr Einverständnis zu dem Bombenersatzziel Knechtsand gegeben haben."

Der Vertreter der Aktion Helgoland e. V. wies darauf hin, daß die Aktion zu Weihnachten vorigen Jahres das ihrige getan habe, die Freigabe der Insel zu erwirken. Sie "betrachte die Gestellung eines Ersatzzieles als Bruch des britischen Versprechens. "Wir messen nicht den guten Willen der anderen oder die eigene Souveränität nach dem Papier, sondern nach Handlungen",