Boehner dreht einen Hohristeiner Jugendfilm

Kasper gibt Vollgas

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Seit einem Jahr schon arbeitet in Hamburg eine der in der Welt bekanntesten deutschen Kultur- und Dokumentarfilm- Produktionen : die Boehner- Film, früher nur vertraut mit dem Zusatz "Dresden". Bezeichnend, daß sie sich erst gestern über die Presse der Öffentlichkeit vorstellte. Ganz aus eigenen Mitteln hat sie sich in den vergangenen Monaten im Heiligengeistfeld-Bunker an der Feldstraße ihr Heim eingerichtet, Ateliers, Trick- und Schneidetische, Aufnahmeapparaturen und -wagen und Lampenpark, und seither bereits wieder zwei Kultur-, einen Jugend- und über dreißig Werbe-Kurzfllme gedreht. Insgesamt schaut das nun 25jährige Unternehmen auf die Produktion von rund 2000 Filmen zurück, von denen viele höchste internationale Auszeichnungen erhielten. Chef Fritz Boehner ist zugleich 30 Jahre beim Fach, und daß eigentlich jeder seiner Mitarbeiter mit der Firma irgendein Jubiläum begehen kann, zeugt

für den Geist der Boehner-Familie, deren Tradition dem Hamburger geradezu ? hamburgisch anmuten möchte.

Boehner stellte bereits 1926 den ersten Farbfilm nach dem Horst- Verfahren her, mancher wird sich seines plastischen Stereofilms "Zum Greifen nah" erinnern, und gegenwärtig gilt die besondere Liebe dem Jugendfilm. Gerade in diesen Tagen fällt die letzte Klappe für einen Film "Kasper gibt Vollgas" mit Max Jacobs Hohnsteiner Puppen, bei dem der mit solchem Ensemble schon erfahrene Regisseur CA. Engel Regie führt und der kleine Tonio v. d. Meden eine Rolle spielt Thema : Verkehrserziehung. Nebenher läuft die Produktion eines Farbfilms über die schöne alte deutsche Stadt, ebenfalls unter Engel. Auf dem Stereo- Gebiet wird weiter gearbeitet, man ist in allen Sparten heftig am Werken ? ein Teil der Filmstadt Hamburg, der hinfort nicht mehr zu übersehen sein wird.

HANSEMANN

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