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Weiterbildung in Hamburg

Fachkräfte

Mit frischem Wind zum neuen Job

Das Thema Energietechnik ist aktueller denn je. Zahlreiche Institute bieten Qualifizierungen und (Fern-)Lehrgänge an

Die Qualifizierung zum Servicetechniker für Windenergieanlagen bietet mobilen und flexiblen Fachleuten sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt
Foto: ddp

Hamburg. "Die Branche sucht gute Fachkräfte. Das hat die Hannover Messe gerade wieder gezeigt", sagt Axel Elpel, Bildungsberater und Dozent für Solarenergie beim Weiterbildungsanbieter date up education GmbH. In den deutschen Solar-, Windkraft- und Biogasunternehmen stehen alle Zeichen auf Wachstum. Steigende Öl- und Gaspreise, der Klimawandel und nicht zuletzt die aktuellen Ereignisse in Japan begünstigen derzeit die Entwicklung der Betriebe im Bereich der erneuerbaren Energien. Das hat auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.

Bei den Anbietern von Qualifizierungen im Energiesegment sei derzeit allerdings noch nichts davon zu spüren, sagt Elpel. "Wir bieten aber bereits seit 2007 den Lehrgang Projektkoordinator Erneuerbare Energien mit Erfolg an." Dieser richtet sich an Ingenieure und Techniker aus den Bereichen Maschinenbau, Umwelt-, Verfahrens-, Elektro- und Energietechnik aber auch an Architekten, Betriebswirte und Naturwissenschaftler.

Die Teilnehmer, die etwa zwischen 30 und 55 Jahre alt sind, können jederzeit in die Fortbildung einsteigen, denn es handelt sich um ein Modulsystem. Die Inhalte: Energiewirtschaft, Solarenergie, Kraft-Wärme-Kopplung, Windenergie, Business Englisch, Projektmanagement und Qualitätsmanagement. "Wir setzen keine Berufserfahrung, aber eine technische Basis für die Teilnahme voraus", sagt Elpel. Damit können auch Uniabsolventen an den Modulen teilnehmen.

Welche Lehrgänge gibt es noch? Die Handelskammer bietet den Zertifikatslehrgang zum Europäischen Energie-Manager sowie die Weiterbildung zum Energiebeauftragten an. Die ISM International School of Management hat seit März auch in der HafenCity Präsenzkurse zum berufsbegleitenden Studium zum Energiemanager in vier Semestern im Programm.

Ferner bildet die Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein in 700 Unterrichtsstunden zum Geprüften Energiefachwirt weiter. Die Teilnehmer dieser Aufstiegsfortbildung sollen nach Abschluss des Lehrgangs in den Unternehmen die Schnittstelle zwischen energiewirtschaftlichen und kaufmännischen Fragestellungen bilden.

Auch können sich Interessierte in siebenmonatigen Präsenzkursen zum Servicetechniker für Windkraftanlagen weiterbilden lassen - ebenfalls an der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein. Fachkräfte für Windenergieanlagen sind gefragt. Zur Montage und Wartung der Anlagen werden service- und kundenorientierte Fachleute mit guten technischen Kenntnissen gesucht.

Auch Fernlehrinstitute bieten verschiedene Qualifizierungen im Energiesegment an. So werden an der Fernakademie für Erwachsenenbildung in einer neuen Fortbildung künftige Gebäudeenergieberater geschult. Ferner bietet das ILS Institut für Lernsysteme einen Fernlehrgang zum staatlich geprüften Elektrotechniker für Energietechnik an. Voraussetzung: ein Berufsabschluss sowie drei Jahre Jobpraxis.

Mobilität und gute Englischkenntnisse seien jedoch entscheidend, soll die Weiterbildung bei der Jobsuche Erfolg haben, sagt Bildungsberater Axel Elpel. "Vor allem die Windenergiebranche ist ein internationales Geschäft." Wer flexibel sei und auch bereit, im Ausland oder auf See zu arbeiten, habe gute Chancen."

Zu den späteren Arbeitgebern werden bei date up schon während der Fortbildung Kontakte hergestellt. "Und mancher der Teilnehmer erhält bereits während des Lehrgangs ein Jobangebot", sagt Elpel.

 

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