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Verbrauchertipps

Energiekosten

Verbraucher müssen sich auf steigende Gaspreise einstellen

Und schon wieder wird Heizen teurer: Ein Internetportal hat errechnet, dass 41 Versorger ihre Preise im Schnitt um 6,8 Prozent erhöhen.

Gasflamme im Haushalt.
Foto: dpa

Düsseldorf/Berlin. Verbraucher müssen sich im Frühjahr auf weiter steigende Gaspreise einstellen. Nach Angaben des Verbraucherportals toptarif.de haben für März und April erneut 41 Versorger Preissteigerungen um durchschnittlich 6,8 Prozent angekündigt. Seit Anfang des Jahres hätten bereits 90 Unternehmen ihre Preise in die Höhe geschraubt, hieß es. Zu spüren bekämen die Verbraucher nun vor allem die Verdopplung des Ölpreises seit Sommer 2009, an den der Gaspreis mit einer zeitlichen Verzögerung gekoppelt ist.

Ein vierköpfiger Haushalt muss demnach bei einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden Gas mit Mehrkosten von durchschnittlich 87 Euro, in der Spitze sogar mit 167 Euro rechnen. Teurer wird das Gas nach Angaben des Verbraucherportals unter anderem in Essen, Karlsruhe und beim größten ostdeutschen Regionalversorger MITGAS.

Sechs Versorger würden im April bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr die Preise in der Grundversorgung erhöhen, darunter die Stadtwerke in Cottbus und die Mönchengladbacher NEW Energie.

Preisspirale dreht sich weiter

„Auch über das Frühjahr hinaus ist im weiteren Jahresverlauf mit allgemein steigenden Gaspreisen zu rechnen“, prognostizierte der Toptarif-Experte Thorsten Bohg. Je nach Beschaffungsstrategie und -möglichkeiten werde es aber immer wieder auch Unternehmen geben, die günstigere Einkaufspreise an ihre Kunden weitergeben könnten. Bei acht Versorgern soll Gas entgegen dem Trend ab März und April um durchschnittlich 8,5 Prozent günstiger werden.

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Angesichts der unterschiedlichen Preisentwicklungen sollten Verbraucher daher die Möglichkeiten des Anbietervergleichs und -wechsels in ihrer Region nutzen, rät das Portal. Vielerorts seien alternative Anbieter mehrere Hundert Euro günstiger als der lokale Versorger. „Mit langfristigen Preisgarantien können sich Haushalte zudem die jetzt noch günstigen Gaspreise für die kommende Heizperiode sichern“, erklärte Bohg.

In der vergangenen Woche hatte bereits das Verbraucherportal Check24 die Verbraucher auf steigende Energiepreise eingestimmt. Deren Marktübersicht zufolge dürften im März und April erneut 67 Strom- und 29 Gasversorger ihre Preise erhöhen. (apn/abendblatt.de)

 

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