10.01.13

Gesundheitsrisiko Resistente Keime auf Schweinemett - auch in Hamburg

E.ON-Chef Bernotat pflanzt Eichen für Essener Norden

Foto: pa/dpa

E.ON-Chef Bernotat pflanzt Eichen für Essener Norden Foto: pa/dpa

Zeitung berichtet von Laboranalyse, nach der 16 Prozent von Mett-Proben mit antibiotikaresistenten Keimen belastet sein sollen.

Berlin. Der Verzehr von Schweinemett ist möglicherweise mit größeren Gesundheitsrisiken verbunden als bisher bekannt. Nach einem Bericht der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag) hat eine Untersuchung ergeben, dass rund 16 Prozent der Proben mit antibiotikaresistenten Keimen belastet sind. Weil Mett roh verzehrt wird, bedeutet dies ein potenzielles Risiko für Menschen. Es besteht die Gefahr, dass bei ihnen im Fall einer Erkrankung Antibiotika nicht mehr wirken.

Dem Bericht zufolge hatte ein Labor die Analyse im Dezember im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion vorgenommen. Getestet wurden 50 Proben in zehn Städten. Belastet sei das Mett in acht Proben gewesen, unter anderem aus einer Bäckerei in Osnabrück sowie aus Discountern in Hamburg und Köln. Auch Proben in Leipzig, München und Essen hätten Rückstände der antibiotikaresistenten Keime aufgewiesen.

Der agrarpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, Friedrich Ostendorff, hält die Entwicklung für dramatisch: "Antibiotikaresistente Keime auf roh verzehrtem Fleisch sind eine tickende Bombe", sagte er der Zeitung. Gefährliche Bakterien wie Salmonellen würden dadurch resistent gegen heute schon seltene Antibiotika.