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Karriere

Was macht eigentlich ein ...?

Logistikingenieur

Täglich sind 400 Tonnen an Ware zu bewältigen, die 100 Lkw im Ersatzteil-Logistikzentrum anliefern. Die Palette reicht von Außenspiegel,

Täglich sind 400 Tonnen an Ware zu bewältigen, die 100 Lkw im Ersatzteil-Logistikzentrum anliefern. Die Palette reicht von Außenspiegel, Windschutzscheibe, Motor, Auspuff, Fahrerhaus, Rückleuchten, Interieur bis zu Millionen von Schrauben - täglich sind etwa 300 000 bis 500 000 Einzelteile anzunehmen, zu prüfen und weiterzuleiten. An dieser Schnittstelle arbeitet Andreas Geitz. Der Logistikingenieur muss vor allem immer die Übersicht behalten. Geitz leitet den Wareneingang bei MAN in Dachau.

Damit bei der Montage der Lkw alle Einzelteile zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind und dabei keine Staus oder Engpässe entstehen, ist eine ausgeklügelte Logistik nötig. Ebenso müssen Hunderte von Service-Werkstätten weltweit täglich mit Verschleiß- und Ersatzteilen versorgt werden. "Alle Ersatzteile gehen durch unsere Hände. Ich bin für die drei Segmente Warenannahme, Vorverpackung und Rücklieferung zuständig." Außerdem ist der 34-Jährige für 130 Mitarbeiter verantwortlich.

"Die Arbeit ist unglaublich abwechslungsreich", sagt Geitz. "Jeder Tag ist anders. Man hat mit vielen Menschen zu tun, denn wir betreuen auch spezielle Kundeneinzelaufträge oder besonders terminkritische Kundenbedarfe." Da geht es schon mal hektisch zu. Auch mit Störungen und Fehlern wie falschen Mengen, schlechter Verpackung oder fehlenden Lieferpapieren muss der Ingenieur umgehen und schnell Lösungen finden, denn die Mengen, Qualität und Verpackungen müssen alle MAN-genormt sein. Geitz muss die Gesamtzusammenhänge und Abläufe im Blick haben, um Prozesse schneller und effektiver gestalten zu können. Damit beispielsweise eine Tür oder ein Sitz ohne Defekte in Australien ankommen, müssen sie gegen Korrosion geschützt und sicher verpackt werden. "Wenn das bereits im Einkauf bei Verhandlungen mit den Lieferanten berücksichtigt wird, kann das wertvolle Zeit und Kosten sparen."

Der operative Teil macht etwa 50 Prozent seiner Arbeit aus. 50 Prozent sind Personalführung. Geitz hat Maschinenbau mit dem Schwerpunkt Produktionstechnik/Logistik studiert. Nach seinem Studium war er zunächst Trainee bei MAN, begann nach zwölf Monaten dort in der Produktionslogistik, war als Projektingenieur zwei Jahre lang für die Einführung einer neuen Lager-Software und für acht Mitarbeiter zuständig.

 

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