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Karriere

Neuer Beruf: Mathematisch-technischer Softwareentwickler

Der Praxis näher als ein Informatikstudium

Als im August letzten Jahres der neue Beruf des Mathematisch-technischen Softwareentwicklers, kurz "Matse" genannt, kreiert wurde, war die Hamburger Plansysteme GmbH gleich dabei. Zwei Ausbildungsplätze hatte das mittelständische Unternehmen, das Produkte und Lösungen für die Baustoffindustrie anbietet, zu vergeben. Mirre Svea Jensen mailte ihre Unterlagen. "Zwei Stunden später kam ein Anruf und ich wurde zum Vorstellungsgespräch am kommenden Tag gebeten", berichtet die 25-Jährige.

Bei Plansysteme gingen acht Bewerbungen ein, sagt Geschäftsführer Ulrich Bönkemeyer. Ein eher mageres Ergebnis. Doch das lag wohl an dem noch weitgehend unbekannten Berufsbild. "Es muss sich erst einmal herumsprechen, dass es diesen Beruf überhaupt gibt", meint auch Ausbildungsberaterin Monika Stelljes von der Handelskammer.

Mirre Svea erscheint der neue Beruf ideal. "Die dreijährige Ausbildung erfordert sowohl mathematisches als auch technisches Verständnis und zielt auf Menschen ab, die vor allem praktisch in der Informatik arbeiten wollen", erklärt Beraterin Stelljes. Sie sieht in der neuen Ausbildung "eine exzellente Alternative zum Informatik-Studium".

"Es geht um Konzeption, Realisation und Wartung von Softwaresystemen auf Basis mathematischer Modelle", umreißt sie den Tätigkeitsbereich. Das sind Aufgaben, wie sie sich auch Daniel Merkel in seinem Beruf wünscht. Der 27-Jährige qualifizierte sich für den zweiten Ausbildungsplatz bei Plansysteme. Nach dem Abitur hatte er die Offizierslaufbahn bei der Bundeswehr eingeschlagen und dort ebenfalls ein Studium angefangen: Rechnergestützte Ingenieurwissenschaften. An dem neuen Beruf interessiert ihn "die Spezialisierung auf die Software." Darin stimmt er mit seinem neuen Arbeitgeber völlig überein. "Wir sind von diesem Berufsbild ganz begeistert, weil es explizit auf Software-Entwicklung ausgerichtet ist. Vorher gab es keinen Beruf, der diesen Begriff überhaupt im Namen führte", sagt Ulrich Bönkemeyer.


www.plansysteme.de

www.hk24.deysch

 

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