Das Softwarehaus will 2008 zehn neue Kollegen einstellen. Freude am Service wird vorausgesetzt.

"In der IT-Branche geht seit etwa eineinhalb Jahren wieder die Post ab. Auch wir suchen dringend neue Mitarbeiter", sagt Peter von Riegen. Der 54-jährigeDiplom-Ökonom ist einer von vier IT-Spezialisten, die im Jahre 2001 die ITGAIN Consulting Gesellschaft für IT-Beratung gegründet haben. Als Spezialist für Datenbanksysteme, IT-Projekte und Architekturen verfügt das Softwarehaus und Beratungsunternehmen heute über weltweit führende Produkte in den Bereichen DB2-Performance-Monitoring (Linux, Unix und Windows) und Gateway-Monitoring (DB2 für z/OS). Im Rahmen der eigenen Produktentwicklung stellt ITGAIN unter anderem die Software Speedgain für DB2-Datenbanken aus dem Hause IBM her. Speedgain Größter Markt für dieses Produkt ist außer Europa vor allem Nordamerika.

Zu den Kunden zählen Unternehmen aus der Tourismus-Branche, Versicherungen und Banken. Auch eine Lotteriegesellschaft ist darunter. Für sie haben die Experten eine spezielle Software entwickelt, die sicherstellt, dass die Datenbank der Lotterie auch dann einwandfrei funktioniert, wenn der Jackpot in die Millionen geht und besonders viele Kunden ihr Glück per Lotto suchen.

Heute beschäftigt ITGAIN insgesamt 52 Mitarbeiter. Sie verteilen sich auf die Standorte und Tochterunternehmen in Hannover (37), Hamburg (11) und Atlanta in den USA (4). Wie Peter von Riegen berichtet, soll im nächsten Jahr ein weiteres Tochterunternehmen in Frankfurt seine Geschäftsaktivitäten aufnehmen. Nachdem seine Firma in diesem Jahr sieben neue Mitarbeiter eingestellt hat, sind im Jahre 2008 bis zu zehn weitere Stellen zu besetzen. Benötigt werden in erster Linie Datenbankspezialisten. Sie sollten über DB2-Kenntnisse verfügen und möglichst einen Hochschulabschluss in Informatik, Wirtschaftsinformatik, Mathematik oder Physik mitbringen. Berufserfahrung ist gern gesehen, aber nicht unbedingt notwendig. Die Datenbankspezialisten sollen im Rahmen von "Feuerwehreinsätzen" direkt beim Kunden Datenbank-Probleme aus der Welt schaffen, die Administration sowie den Aufbau von Datenbanken übernehmen und die Produktentwicklung unterstützen. Darüber hinaus sucht ITGAIN für den Bereich Business Intelligence Fachleute, die sich mit ETL und Softwareprodukten wie Informatika oder Datastage auskennen.

"An Soft Skills erwarten wir Teamfähigkeit, soziale Kompetenz, Verantwortungsbewusstsein und Serviceorientiertheit", sagt Geschäftsführer Thomas Kalb (46), der für den Standort Hamburg sowie für den Technologie-Bereich zuständig ist. Für alle neuen Mitarbeiter wird ein individueller Ausbildungs- und Schulungsplan ausgearbeitet. Wie Thomas Kalb betont, übernimmt das Unternehmen die entstehenden Kosten. "Für uns ist es selbstverständlich, in das Know-how unserer Mitarbeiter zu investieren. So sind beispielsweise 90 Prozent unserer Mitarbeiter Java-zertifiziert", sagt er.

Einer von ihnen ist Mathias Hoffmann. Der Diplom-Wirtschaftsmathematiker ist 2002, direkt nach seinem Studium an der Uni Bielefeld, bei ITGAIN eingestiegen. Es gehört zu seinen Aufgaben als Consultant, Kunden aus dem Finanzwesen zu beraten. Nachdem er zunächst hauptsächlich Mainframe-Aufgaben übernommen hat, kümmert sich der 32-Jährige jetzt um die Java-Software-Entwicklung. "Besonders positiv an unserer Firma ist, dass man ein breites Aufgabenspektrum hat und schnell Verantwortung übernehmen kann", sagt Hoffmann. Ein Mann der ersten Stunde bei ITGAIN ist Florian Boldt. Der gelernte Bankkaufmann und Diplom-Informatiker ist derzeit als Produktmanager für Speedgain tätig. In dieser Funktion reist er alle ein bis zwei Monate in die USA, wo er die Software präsentiert und gegebenenfalls auch installiert. Darüber hinaus wird der 36-Jährige, der über die höchste technische IBM-Zertifizierung im DB2-Bereich verfügt, als Berater für DB2-Datenbanken direkt bei Kunden in Hamburg eingesetzt. "Mir gefällt, dass hier eigene Ideen stets erwünscht sind und dass man seinen Karriereweg durch Eigeninitiative stark beeinflussen kann", sagt Boldt, der nach wie vor Feuer und Flamme für die IT-Branche ist - was er auch von neuen Kollegen erwartet.