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Karriere

Umstelllung auf Öko verdoppelt Ausbildungsquoten

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) registrierte zu Jahresbeginn 2006 genau 22 032 zertifizierte Erzeuger, Hersteller und Verarbeiter von Bio-Lebensmitteln. Hinzu kommen die von dieser Statistik nicht erfassten Hersteller von Non-Food-Produkten wie Naturkosmetik, ökologische Wasch- und Reinigungsmittel, Baustoffe und Textilien, außerdem Zulieferer, Dienstleister und Verbände. Während die Zahl der landwirtschaftlichen Bio-Betriebe gegenüber dem Jahr 2005 mit 1,7 Prozent nur geringfügig wuchs, legten Hersteller und Verarbeiter allerdings um mehr als 13 Prozent zu.

Auch in den Jahren der Stagnation gehörte die Bio-Branche in Deutschland zu den wenigen Bereichen, von denen Impulse für den Arbeitsmarkt ausgingen. Schätzungen zufolge bietet sie heute rund 160 000 Arbeitsplätze, davon etwa 50 000 in Erzeugung und Verarbeitung, 45 000 im Naturkost-Fachhandel und 15 000 im sonstigen Handel. "Bio ist arbeitsplatzintensiv", erklärt Gerald Wehde vom Bioland-Verband. So hätten Erhebungen gezeigt, dass die Zahl der Stellen in entsprechenden Betrieben nach der Umstellung von konventioneller auf ökologische Wirtschaftsweise im Schnitt um 60 Prozent steige und sich die Ausbildungsquoten mehr als verdoppelten. Ohnehin engagiere sich die Branche stark in der Ausbildung, unter anderem in klassischen Handwerksberufen und im Handel, betont Wehde. Denn der Bedarf an qualifizierten Kräften sei groß: "Bio" profiliere sich durch Beratung, und das setze umfangreiches Fachwissen voraus.

  • Quellen: "PresseForum BioBranche", Biolandhwe

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