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Karriere

Gründer

Wie kommt Ihr Geschäft in die Medien?

Public Relations, kurz PR, die Beeinflussung der öffentlichen Meinung in einem für den Unternehmer positiven Sinne, sind für Gründer oft ein schwieriges Thema. Für die meisten kommt allenfalls eine Mitteilung an die lokale Presse in Betracht. Das lohnt sich nur, wenn es Ungewöhnliches zu berichten gibt. Die Gründung einer Firma oder gar deren Umzug an einen anderen Standort ist für die Öffentlichkeit in der Regel kein Thema. Es sei denn, der Vorgang wird mit einer publikumswirksamen Aktion verknüpft.

"Wir haben gerade kostenlose Schulhefte von der deutschen Schwimmmeisterin Birte Steven verteilen lassen, mit dem Logo ihres Vereins AMTV. Das kam bei den Medien gut an", erzählt Thore Levetzow. Der Inhaber der Hamburger Agentur Sedworks übernimmt die komplette Außendarstellung für den AMTV, aber auch für Firmen und Gründer.

"Egal, ob Webseite, Logoentwicklung oder Pressetext, es geht immer um die Suche nach dem USP. Ohne Alleinstellungsmerkmal, ohne Nachrichtenwertt gibt es keine Berichterstattung." Aber jede PR-Aktion müsse sich auch betriebswirtschaftlich rechnen, gibt Levetzow zu bedenken. Und da ist das Produkt-Placement mit Schulheften, die kostenlos von einer prominenten Sympathieträgerin verteilt werden, für die meisten Gründer schon eine Nummer zu groß.

Was sich dagegen lohne, sei eine genaue Medienanalyse. Eine wichtige Frage: Welche Medien erreichen meine Zielgruppe? Friseure oder Fitness-Studiobetreiber etwa schicken ihre Pressemitteilungen gerne an örtliche Anzeigenblätter. "Diese Gazetten versprechen oft redaktionelle Darstellung gegen Anzeige, aber das ist keine seriöse PR", warnt Thore Levetzow.

 

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