Geschäftsideen

Das kennt wohl jeder, der in Internet-Suchmaschinen recherchiert: Unzählige Ergebnisse werden aufgelistet, die entscheidende Information versteckt sich aber unter ferner liefen. "Die Suchdienste fahnden nach Buchstabenketten und nicht nach Bedeutungen", erklärt Kay Hidde (41), Geschäftsführer der Racer Systems GmbH & Co. KG. Das könnte in Zukunft anders werden: mit den Ideen, die Hidde und drei weitere Informatiker - alle ehemalige Studenten der Uni Hamburg - vor fünf Jahren entwickelt haben. Racer-Software dient dazu, semantische Zusammenhänge in Computerdaten zu erkennen.

Um der Software auch kommerziellen Erfolg zu bescheren, wurde Racer Systems gegründet. RacerPro-Software gelte als Motor für das "Semantic Web", das intelligente Internet, sagt Hidde. "In Zukunft sollen Rechner nicht nur den Sprachkontext der Menschen verstehen, sondern sich auch untereinander besser verständigen können", erklärt der Informatiker. Die Software sei für Anwendungen in der Industrie ebenso geeignet wie in der Wissenschaft.

Als Kay Hidde vor zwei Jahren die Geschäftsführung übernahm, hatte sich der Software-Name schon auf dem kleinen, aber internationalen Markt durchgesetzt: Forschungsfirmen, Mobilfunkbetreiber und Bioinformatiker zählen zu den Lizenznehmern der Software. Studenten bietet das Unternehmen die Nutzung kostenlos an. "Das System muß weiterentwickelt werden", sagt Hidde. Außer den ursprünglichen Software-Autoren hat er auch freie Mitarbeiter ins Team geholt. "Sie können das Produkt auf reale Datenbanken der Unternehmen zuschneidern."

Weitere Informationen unter Tel. (040) 88 30 68 20 und www.racer-systems.com.