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Karriere

Serie: Gesund am Arbeitsplatz (Teil 6)

Starker Rücken, starke Leistung

Was tun, wenn das Kreuz schmerzt? Unser Seminar schafft Abhilfe.

Wie geht es heute Ihrem Rücken? Sie haben ihn noch nicht gespürt? Kein Ziehen, Stechen oder Drücken im Kreuz? Kein verspannter Nacken? Dann preisen Sie den Tag und Ihre Gesundheit. "84 Prozent der Bundesbürger haben irgendwann mehr oder weniger starke Rückenschmerzen", sagt Arne Beyer, Gründer der Norddeutschen Fitness Akademie.

Schmerzen im unteren Rücken oder im Nacken sind die Plagegeister des "Homo sedens", des Sitzmenschen, zu dem die moderne Bürowelt die Beschäftigten verkümmern lässt.

Unser Körper - ein Kunstwerk aus Muskeln, Sehnen und Nerven - ist in Jahrmillionen der Evolution dafür geschaffen worden, sich regelmäßig und viel zu bewegen. Doch seit einigen Jahrzehnten verrichten sehr viele Menschen ihre Arbeit vor allem im Sitzen. Den Büroarbeitern mangelt es schlichtweg an Bewegung.

"Die meisten Menschen mit Rückenschmerzen leiden, weil ihre Muskeln ungenügend trainiert sind", sagt der Physiotherapeut Moritz Rieckenberg von der Norddeutschen Fitness Akademie. Er leitet das Seminar "Den Rücken stärken" im Rahmen der Aktion "Job-Fitness". Insbesondere die tiefer liegende Muskulatur am Bauch und die kurzen Muskeln zwischen den einzelnen Wirbelkörpern sind bei den meisten Menschen zu schlaff. Auch beim Joggen, Walken, Radfahren oder Treppensteigen werden diese Muskeln, die unser Rückgrat stützen und somit den Körper aufrecht halten, nicht trainiert.

"Ein effektives Mittel gegen Rückenprobleme sind Übungen, die sich unkompliziert in den beruflichen Alltag integrieren lassen", erklärt Rieckenberg. Dabei kommt es nicht nur darauf an, gezielt die Rückenmuskeln aufzubauen. Sondern das vollständige Fitnessprogramm für den Rücken besteht aus vier Teilen:

Bauch kräftigen;

Rücken trainieren;

Gesäß trainieren und

Oberschenkel dehnen.

Der letzte Punkt wird Sie vielleicht überraschen. Er ist aber wichtig, da unsere Oberschenkelmuskeln sich verkürzen, wenn wir zu viel sitzen. Und dadurch ziehen sie uns ins Hohlkreuz. Das entsteht am unteren Rücken, dort wo die Lendenwirbelsäule unseren Oberkörper stützt. Diese komplexe Gelenkkonstruktion zwischen Becken und Brustkorb wird von drei Seiten gehalten: von vorne durch die Bauchmuskeln, von hinten durch die Rücken- und von unten durch die Gesäßmuskeln. Sind diese "Halteseile" zu schwach, sackt der Rücken regelrecht in sich zusammen. Dann verstärkt sich der Bogen im unteren Rücken - das Ergebnis ist ein Hohlkreuz.

Daher sei es wichtig, die gesamte Stützmuskulatur zu kräftigen, sagt Seminarleiter Rieckenberg. Dafür gibt es simple Übungen, die jeder daheim auf einer Gymnastikmatte oder einem weichen Teppich, aber auch zwischendurch am Schreibtisch machen kann. Etwa diese Entlastungsübung für Ihre Wirbelsäule: Setzen Sie sich aufrecht auf Ihren Stuhl und stützen Sie die Hände auf die Armlehnen, die Füße stehen schulterbreit fest auf dem Boden. Dann drücken Sie sich langsam mit den Armen hoch, bis Sie mit dem Po die Sitzfläche verlassen. Fünf Sekunden halten, dann langsam absetzen. Das wiederholen Sie dreimal.

Die meisten Krankenkassen haben inzwischen Broschüren mit Tipps für Ihren Rücken vorliegen. Fragen Sie dort nach. Wichtig: Beraten Sie sich unbedingt mit einem Arzt, wenn Sie Rückenschmerzen haben.

  • Lesen Sie am nächsten Wochenende: Teil 7 - Mit Ausdauer zum Erfolg Ein sehr gut aufbereitetes Rückenprogramm im Internet finden Sie unter: www.vbg.de/wbt/ruecken

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