Was enthalten Compliance-Regeln in der Wirtschaft?
Der englische Begriff Compliance heißt in deutscher Übersetzung Einhaltung, Befolgung oder Übereinstimmung. Im Wirtschaftsleben steht er dafür, dass sich die Mitarbeiter eines Unternehmens vorgegebenen Verhaltensregeln, Gesetzen und Richtlinien verpflichtet fühlen sollen. Zum einen umfassen Compliance-Regeln gesetzliche Standards, zum anderen enthalten sie aber auch firmeninterne Regeln, die unter anderem auf besonders sensible Bereiche in den Unternehmen zugeschnitten sind. Es geht dabei nicht nur um Vorgaben, die den persönlichen Umgang mit Geschäftspartnern bestimmen, sondern auch um Themen wie Marktmanipulation, Kontakte zu Mitbewerbern, den Erwerb von Aktien, Einstellung von Mitarbeitern oder die Verschlüsselung von elektronischer Post. Einige Beispiele für Compliance-Regeln:
"Die Annahme von Geschenken oder persönlichen Gefälligkeiten mit Sachwerten ist untersagt. Dritten ist deutlich zu machen, dass persönliche Vorteilsgewährungen die Geschäftsbeziehungen negativ beeinflussen können und dass kommerzielle Entscheidungen niemals aufgrund vergangener oder zukünftiger persönlicher Gefälligkeiten getroffen werden."
"Das Unternehmen ist bestrebt, mit seinen Lieferanten sowie seinen Geschäftspartnern Geschäftsbeziehungen zu unterhalten, die für beide Seiten vorteilhaft sind. Neue Geschäftsbeziehungen sollen nur mit solchen Lieferanten und Geschäftspartnern aufgebaut werden, die die geltenden Gesetze in den Ländern, in denen sie operieren, beachten, und die sich darüber hinaus verpflichtet fühlen, ihren Anteilseignern gegenüber fair und aufrichtig zu handeln."




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