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Karriere

Serie: Das will ich wirklich! (Teil 11)

Sie entscheiden selbst

Warten Sie nicht, bis sich Ihr Berufsleben verändert. Sie müssen selbst etwas tun.

Der US-General und spätere Präsident Dwight D. Eisenhower sagte einmal: "Die Geschichte des freien Menschen wird nie vom Zufall geschrieben, sondern durch Entscheidungen - seine Entscheidungen." Lesen Sie dieses Zitat jetzt bitte noch einmal!

Ein bemerkenswerter Satz, oder? Und er trifft genau den Kern dieser Serie. Wenn sich in Ihrem Berufsleben, aber natürlich auch in Ihrem Privatleben etwas ändern soll, dann warten Sie nicht auf Zufälle oder Umstände, die den erhofften Wandel herbeiführen. Sondern entscheiden Sie selbst und handeln Sie entsprechend. "Das Wesen des Menschen liegt darin, dass wir unser eigenes Leben lenken können. Wir können Entscheidungen treffen, die auf unseren Werten beruhen", erklärt der Unternehmensberater Stephen R. Covey, Autor der Bestseller "Die 7 Wege zur Effektivität" und "Der 8. Weg".

Covey bezeichnet diese menschliche Fähigkeit als Freiheit zu wählen: "Das bedeutet, dass wir eben nicht lediglich ein Produkt unserer Vergangenheit oder unserer Gene sind; wir sind kein bloßes Produkt davon, wie andere uns behandeln. Sie beeinflussen uns natürlich, doch sie bestimmen uns nicht. Wir bestimmen uns vielmehr selbst, durch unsere Entscheidungen."

Was bedeutet das für Sie? Selbst wenn Sie bislang kein erfülltes Berufsleben geführt haben, hindert Sie niemand daran, dies in Zukunft zu ändern. Es gibt sicher vielerlei Gründe, warum Sie Ihren Job nicht einfach wechseln können. Und Sie werden auch nervige Kollegen oder einen Kotzbrocken von Chef nicht so schnell los. Aber Sie entscheiden selbst, wie Sie auf das Verhalten dieser Personen und auf Ihre Aufgaben reagieren. Das ist Ihre Freiheit zu wählen.

In Ihrer Entscheidung, wie Sie auf solche Reize reagieren, liegt Ihre Chance für inneres Wachstum und Lebensglück. "Denken Sie daran: Jedes Mal, wenn Ihr Gefühlsleben von den Schwächen eines anderen Menschen bestimmt wird, demotivieren Sie sich selbst und geben jenen Schwächen die Macht, Ihr Leben weiter durcheinanderzubringen", erläutert Covey.

Was können Sie konkret tun, wenn Ihre negativen Gefühle gegenüber Ihrem Job vor allem vom Chef oder von Kollegen ferngesteuert werden? "Sprechen Sie Ihre Mit-Arbeiter an. Fragen Sie Ihren Chef zum Beispiel freundlich lächelnd: ,Wie kann ich Sie entlasten? Wie kann ich Ihnen helfen, damit wir hier noch effektiver werden?'", rät der Hamburger Team- und Managementcoach Manfred Klapproth. Und Kollegen, mit denen die Zusammenarbeit nicht gut klappt? Klapproth: "Schlagen Sie vor, sich zwanglos für ein, zwei Stunden zusammenzusetzen, um Ideen zu entwickeln, wie man sich gemeinsam die Arbeit leichter machen kann - gern bei einem Bierchen nach Feierabend."

Vielleicht reagieren manche Menschen auf Ihre Vorschläge anfangs verhalten. Aber mit etwas Geduld wird Ihre Initiative in den meisten Fällen belohnt. Sie bringen so Denkprozesse ins Rollen, schaffen mehr Vertrauen und verbessern die Zusammenarbeit. "Werden Sie selbst zu einer Insel der hervorragenden Leistungen in einem Meer von Mittelmäßigkeit. Entscheiden Sie sich dafür, andere positiv zu beeinflussen und sie zu inspirieren", meint Covey. Schritt für Schritt können Sie so Ihrer Arbeit mehr Sinn geben. Entscheidend für diesen Prozess ist, dass Sie sich wirklich Ihrer Werte, Fähigkeiten und Leidenschaften bewusst sind. Worauf Sie dabei achten und welche Schritte Sie gehen sollten, hat diese Serie aufgezeigt. Jetzt sind Sie dran. Es ist nie zu spät, die Richtung zu ändern.

 

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