Dienstag, 14. Februar 2012, 22:19

Abendblatt als Startseite | Aboservice | E-Paper

www.abendblatt.de

  • E-Mail
  • Singles
  • Branchenbuch
  • Jobs Hamburg
  • Immobilien Hamburg
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Rechner
  • Ticket kaufen

Karriere

Was macht eigentlich ein . . .

Information Architect

Um an Informationen zu gelangen, bedienen sich heute viele Menschen des Internets. Schnell und einfach zugänglich ist das gesuchte Wissen allerdings nur, wenn die Inhalte auf der Website klar und logisch aufgebaut sind. Dafür sorgt der Information Architect (IA). Er liefert die Beschreibung der Struktur einer Website oder einer mobilen Applikation und definiert deren Prozesse. Eine andere Bezeichung für den Beruf lautet Konzeptioner. Ein IA arbeitet meistens in einer Multimedia-Agentur und ist dort zwischen Kreation, Technik und Beratung angesiedelt.

Jutta Korn arbeitet seit sieben Jahren als IA. Die 34-jährige Gruppenleiterin bei Tribal DDB hat vier Mitarbeiter. "Zu den Aufgaben des IA gehören die Beschreibung der Inhalte und Funktionen sowie deren Platzierung auf der Website, der Seitenaufbau, die Definition der Navigation sowie die Führung des Nutzers über die Website. Außerdem die Beschreibung der Interaktionen, die dem Nutzer geboten werden." Im Vordergrund stehe immer die leichte Bedienbarkeit der jeweiligen Website. "Ziel ist, dass der Nutzer die ihn interessierenden Inhalte leicht findet und intuitiv damit umgehen kann."Jutta Korn hat Verlagskauffrau gelernt und danach Geschichte und Journalistik studiert. Sie kam über Praktika in Kontakt mit Neuen Medien und arbeitete bei der Produktion einer CD-Rom mit. "Es gibt keinen klassischen Weg in diesen Beruf und auch keine spezielle Ausbildung dafür. Eine gute Voraussetzung ist sicherlich ein Studium im Bereich Mediendesign", erklärt sie. Spannend an ihrem Beruf sei, dass sich jedes Projekt unterscheide, von der Branche, der Kundenanforderung, der Zielgruppe. "Einige Projekte verlangen viel Kreativität. Dann arbeitet der IA eng mit dem Designer und dem Texter zusammen."

Außer Kenntnissen im Bereich Neue Medien seien in dem Beruf vor allem eine schnelle Auffassungsgabe, lösungsorientiertes Denken und Kommunikationsfreude wichtig. "Man hat eine Schlüsselposition zwischen Kunde, Technik und Design und muss auch immer ökonomisch denken." Ganz wichtig: Belastbarkeit bei Termindruck und bei Änderungswünschen von Kundenseite.

 

Artikel versenden

Bitte füllen Sie alle mit * gekennzeichneten Felder aus