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Karriere

Serie: Das will ich wirklich! (Teil 10)

Widerstände brechen

Ihr größter Feind bei Veränderungen sind Sie selbst.

Sie haben bereits den ersten Schritt getan! Wenn Sie diese Serie bis hierher genau verfolgt und ernsthaft die Fragen nach Ihren wirklichen Leidenschaften, Talenten und Zielen beantwortet haben, dann haben Sie sogar schon mehrere Hürden auf dem Weg zu einem erfüllten Berufsleben genommen. Das ist ein guter Start, aber eben nur ein Start. Jetzt gilt es, dass Sie Ihren Vorsatz, Ihre Einstellung oder gar Ihren Job zu verändern, wirklich nachhaltig in die Tat umsetzen.

Dafür brauchen Sie einen mächtig langen Atem. Denn Ihre anfängliche Euphorie verliert sich oft rasch im Dickicht der alltäglichen Routine. Sie kennen das bestimmt von all den schönen Vorsätzen, die Sie schon in Silvesternächten ausgesprochen haben. Mal ehrlich: Was haben Sie davon wirklich umgesetzt?

Ihr Gegner ist nicht die viele Arbeit, die Ihnen keine Zeit lässt, um das zu tun, was Ihnen wirklich wichtig ist. Ihr Gegner ist Ihr innerer Schweinehund. "Das ist dieser unsägliche innere Widerstand, den wir immer wieder überwinden müssen, wenn wir etwas in unserem Leben verändern wollen", sagt der Motivationstrainer Marco von Münchhausen.

Mit raffinierten Taktiken sabotiert der innere Schweinehund Ihre Vorsätze. Folgende Tricks gehören laut Münchhausen zu seinem Repertoire:

Unmöglichkeitstaktik: Mit Ausreden wie "Das klappt doch nicht" oder "Das ist viel zu schwierig" entbinden Sie sich selbst von jeder Verpflichtung zum Handeln - und bleiben untätig.

Pflichterfüllung: Was immer Sie auch vorhaben, Hauptsache, Sie tun Ihre Pflicht. Sie haben nämlich so viele dringliche Projekte zu erledigen, dass Ihnen die Zeit fehlt, sich um das Wichtigste zu kümmern, das es gibt: Ihre eigene Zukunft.

Rücksichtnahme: Was denken Ihre Kollegen, wenn Sie plötzlich andere Prioritäten setzen und Aufgaben ablehnen, die Sie bislang selbstverständlich übernommen haben? Aus Angst, anderen nicht mehr zu gefallen, trauen wir uns oft nicht, etwas zu ändern.

Verzögerungstaktik: "Die lange Bank ist der Schweinehunde liebste Werkbank", sagt Münchhausen. Irgendwie gibt es immer gerade noch etwas anderes zu erledigen - und wir verschieben das Vorhaben auf irgendwann.

Eins ist klar: Wenn Sie einen Job haben, der nicht Ihrer Berufung entspricht, dann müssen Sie etwas ändern. Und das bedeutet: Sie müssen die Macht der Gewohnheit brechen, Ihre Komfortzone verlassen. "Es ist nicht das Problem, wie einem die neuen, innovativen Ideen in den Kopf hineinkommen. Das Problem ist, wie man die alten hinausbekommt", sagt Dee Hock, der Gründer von Visa International.

Was können Sie also tun? "Akzeptieren Sie Ihren inneren Schweinehund", rät Münchhausen, denn: "Solange wir einen Teil von uns bekämpfen, bekämpfen wir uns selber." Machen Sie sich bewusst:

In welchen Bereichen drücken Sie sich gern vor Dingen, die Sie eigentlich verändern müssten?

Wo und wann neigen Sie dazu, sich regelmäßig zu überfordern, sich zu viel vorzunehmen?

Wenn Ihnen das klar ist, können Sie Ihr Denken und Ihr Verhalten schrittweise verändern.

  • Im letzten Teil der Serie lesen Sie: Die innere Stimme finden

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