Zwei Autoren prangern faule Professoren an
"Wenn es einen Schlüsselberuf gibt, der über die Zukunft Deutschlands entscheidet, dann der des Professors", schreiben der Journalist Martin Wehrle und der Dortmunder BWL-Professor Uwe Kamenz in ihrem Buch "Professor Untat" (Econ, 18 Euro ). Gut ein Drittel der Professoren nehme seine Aufgaben ernst, 50 Prozent seien passiv, und der Rest trete die Dienstpflichten mit Füßen. Mit diesen schwarzen Schafen rechnen die beiden Autoren ab. Anhand haarsträubender Fälle zeigen sie, wie unverfroren sich Professoren auf Kosten der Steuerzahler bereichern und die Chancen des Standortes Deutschland ruinieren.
So verdient ein Professor laut Hochschulverband durchschnittlich 71 500 Euro im Jahr, muss aber nur acht Wochenstunden Lehrveranstaltungen geben. Manche delegieren sogar diese Vorlesungen und Seminare an Assistenten, überschreiten aber das erlaubte Fünftel der regulären Arbeitszeit für Nebentätigkeiten und kassieren oft viel Geld als Berater oder Gutachter. Auf ein lukratives Testinserat der Autoren meldeten sich 44 Professoren, die bekannten, sie könnten noch zwei bis drei Tage pro Woche nebenberuflich tätig sein.
Fazit von Wehrle und Kamenz: "Wir sind sicher: Die Leistung der deutschen Professoren ließe sich verdoppeln."



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