Organizational Burnout
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Viele Organisationen leiden nach Ansicht von Unternehmensberater Gustav Greve, 59, unter den typischen Folgen des chronischen Organizational Burnout:
- Kraftlose Führung: "Vogel Strauß" in der Chefetage
Die Energie und das Charisma der Führungsperson erschlaffen, es tritt eine Art „Entzauberung“ der Persönlichkeit ein. Das Management taucht mehr und mehr ab, wird unsichtbar. - Komplexe Überorganisation der Prozesse: Viele E-Mails und lange Listen,
nichts wird besser
Vor dem Hintergrund des schwächelnden Managements werden die Ansprüche der zweiten und dritten Ebene nach konsequenter Führung lauter. Das Management aber verwechselt Führung mit Aktionismus. - Schneller, härter, erfolgloser! Personalführung in der Sackgasse
Die Führung wird im OBO das tun, was es am besten kann, nämlich den Anspannungsgrad der Mannschaft erhöhen und bessere und schnellere Leistungen verlangen. Die Wirkungen bleiben aber aus. - Innovationslücke:
Das OBO verbraucht tückischerweise alle organisationale Energie der Organisation für die ständige neue Selbstorganisation unter Stress. Das heißt, es fehlen die kreativen Energien für neue Lösungen bestehender Probleme oder gar für Innovationen. - Kommunikation:
In der Folge des brüchigen Vertrauensklimas im Organizational Burnout werden alle Mitteilungen der obersten Ebene von den Mitarbeitern (und der Öffentlichkeit) besonders kritisch analysiert. Alles wird analysiert und interpretiert und nichts wird zum Nennwert genommen.
In seinem Buch "Organizational Burnout" (Gabler Verlag, 281 Seiten, 34,95 Euro) beschreibt Greve detailliert, welche Phasen der Krise ein Unternehmen beim Organizational Burnout (OBO) durchläuft.





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