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Karriere

Unternehmensberatung

Wie finden Firmen den richtigen Consultant?

In der Metropolregion gibt es mehr als 6000 große und kleine Beratungsunternehmen. Der Hamburger Consulting Club will Orientierung bieten.

 
Foto: Picture Alliance

Hamburg. Eine Metropolregion und über 6.000 Beratungsunternehmen. Darunter Einzelunternehmer und Freiberufler, aber auch Ableger großer Häuser wie McKinsey oder der Boston Consulting Group: "Hamburg bietet ein gutes Klima, sich als Berater anzusiedeln", erklärt Dirck Süß, Geschäftsführer des Hamburger Consulting Club (HCC) in der Handelskammer.

Die Beratungsvielfalt hängt zum einen am Wirtschaftsstandort selbst, zum anderen an den Akteuren der Internetszene, die nach dem Platzen der New-Economy-Blase ihre Erfahrungen vom schnellen Wachsen und Schrumpfen jetzt als Unternehmensberater weitergeben. Aber zählt auch die PR-Agentur, der Marketing- oder Steuerberater als Unternehmensberatung? "Nein, ja, nein", meint Süß. Der HCC habe versucht, genaue Kriterien anzulegen. "Die Agentur gehört nicht dazu, die Beratung über Marketing aber schon."

Mittelstand hat noch Vorbehalte gegenüber externen Beratern

Der HCC ist vor gut fünf Jahren an den Start gegangen, um den Markt gerade für kleine und mittlere Unternehmen übersichtlicher zu machen. "Der Mittelstand hat Vorbehalte, externe Berater einzuschalten. Wir sorgen für mehr Transparenz und liefern Anreize der Zusammenarbeit", erklärt der HCC-Geschäftsführer.

Zum einen funktioniert das durch die Handelskammer-Initiative "Hamburger Beratershop", die unter bestimmten Bedingungen 75 Prozent der anfallenden Beratungskosten übernimmt. Zum anderen durch die HCC-Mitglieder selbst, die sich in einem aufwändigen Verfahren für die Mitgliedschaft qualifizieren müssen. 25 Unternehmen haben das bereits geschafft: "Schnelles Wachstum ist nicht das Ziel. Wir nehmen jedes Jahr fünf bis sechs neue Berater auf", sagt Dirck Süß.

Qualitätssiegel "Hamburger Consulting Preis"

Eine weitere Möglichkeit, Qualität in die riesige Beraterszene zu bekommen, sei der Hamburger Consulting Preis. Er wird jährlich für herausragende Projektberatung vergeben. Zuletzt an die BDE-Consulting GmbH, eine kleine, flexible Einheit aus fünf Beratern an ebenso vielen Standorten: "Wir arbeiten alle im Home-Office oder vor Ort beim Kunden", erklärt Geschäftsführer Götz Walter. Insofern habe der Unternehmenssitz in einer kleinen Sackgasse im Hummelsbüttel lediglich Symbolkraft: "Die Kunden sollen nicht unsere schicken Büros, sondern die inhaltliche Arbeit honorieren."

Lange haben Walter und Mitgesellschafter Martin Grimpe in großen Beratungshäusern gearbeitet. Jetzt wollen sie einen anderen Weg gehen. Abseits von den Konzepten, die in den Schubladen landen, hin zum Menschen, der Beratung in den Bereichen Restrukturierung, Strategie und Geschäftsprozessoptimierung sucht, so die Idee. "Wir arbeiten nur direkt mit den Entscheidern zusammen", sagt Walter. Für Großunternehmen sei BDE daher nicht das Richtige.

Wie wählt man die richtige Beratung aus?

Um die passende Beratung für die eigene Firma zu finden, rät Götz Walter dazu, nach Referenzen zu fragen. "Und den Berater gegebenenfalls unverrichteter Dinge wieder nach Hause zu schicken." Sich im Bekanntenkreis umhören und Netzwerke nutzen, lautet der Rat von Kai Matthiesen, geschäftsführender Partner bei Metaplan in Quickborn.

www.hamburger-consulting-club.de
www.hamburgerberatershop.de

 

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