Campusköpfe

Hamburg, Oxford, München - ein Heidelberger unterwegs

Foto: Pia Jessat

Hamburg. Tobias Kahnert wollte schon immer raus. Nach dem Abitur versuchten seine Eltern ihn von den Vorzügen eines Studiums in seiner Heimatstadt Heidelberg zu überzeugen. Doch ohne Erfolg. Studieren? Ja. Aber nicht zu Hause, das war für den 26-Jährigen ganz klar. "Damals standen die Studienfächer Rechtswissenschaften und BWL zur Auswahl. Als ich unter den vielen Zusagen auch eine der Bucerius Law School in den Händen hielt, wusste ich, dass ich nach Hamburg gehen werde", erzählt er.

Ein Höhepunkt seines bisherigen Studiums war das Auslandsjahr in Oxford, inklusive einer ganz neuen sportlichen Erfahrung: Rudern. Dem Beinahe-Volkssport der Briten konnte auch Tobias sich nicht entziehen. "Das gehört in Oxford einfach zum Programm." Nur wenn morgens um sechs Uhr der Wecker zur ersten Trainingseinheit klingelte, hat er sich manchmal ein anderes Hobby gewünscht.

Mittlerweile hat Tobias sein erstes juristisches Staatsexamen geschafft und promoviert gerade im Gesellschaftsrecht. Die Doktorarbeit nimmt einen großen Teil seiner Zeit ein - ein Grund, weshalb Tobias auch das beliebte Weinseminar einstellen musste, das er gemeinsam mit einem Freund an der Hochschule angeboten hatte.

Nach der Promotion möchte Tobias in einer Großkanzlei arbeiten, am liebsten an Geschäftsübernahmen und Fusionen. Aber nicht in Hamburg, jetzt steht München auf seinem Plan.