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Hafen & Schifffahrt

Bremer Hegemann-Gruppe

Landtag will Informationen von Hegemann-Werften

Der Landtag hat von der Hegemann-Werftengruppe mehr Informationen bezüglich der angestrebten Bürgschaft verlangt.

Ein Frachtschiff auf der Weser passiert die zur Hegemann-Gruppe gehörende Roland-Werft in Berne (Kreis Wesermarsch).
Foto: dpa

Schwerin. Der Wirtschaftsausschuss des Landtags hat von der Hegemann-Werftengruppe weitere Informationen zu der angestrebten Bürgschaft verlangt. Die erwartete Beantragung der Finanzgarantie beim Bund könne noch nicht abschließend beurteilt werden, erklärte der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Wolfgang Waldmüller, am Mittwoch. Zuvor hatte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU) die Mitglieder des Ausschusses über die Lage bei dem Schiffbauer mit Standorten in Stralsund, Wolgast und Berne bei Bremen informiert.

Nach früheren Angaben des Ministers will die Hegemann-Gruppe eine Bürgschaft über 280 Millionen Euro. Der Bund soll 60 Prozent, das Land 40 Prozent übernehmen. Auch Niedersachsen will sich an den Hilfen beteiligen. In Mecklenburg-Vorpommern muss die Staatshilfe vom Bürgschaftsausschuss genehmigt werden. In diesem Gremium sitzen Vertreter des Finanz- und des Wirtschaftsministeriums.

Am vergangenen Freitag hatten Vertreter der Werft, des Bundes und Landes sowie der beteiligten Banken erste Verhandlungen über die Staatshilfen aufgenommen. Mit den noch nicht offiziell beantragten Bürgschaften soll nach Unternehmensangaben die Zwischenfinanzierung für die Fertigstellung von drei Schiffen abgesichert werden. Ein Containerschiff und zwei Mehrzweckschiffe sind derzeit auf den Werften in Stralsund, Berne und Wolgast im Bau. Die Fertigstellung der Schiffe, deren Kaufpreis pro Stück bei 35 Millionen Euro liegt, ist für Herbst 2009 und Frühjahr 2010 geplant. Unklar ist auch noch die Finanzierung für vier weitere Schiffe, deren Bau noch nicht begonnen hat.

Erst im Juni hatte das Land den Werften in Stralsund und Wolgast eine Bürgschaft über neun Millionen Euro gewährt. Landespolitiker hatten damals betont, dass es sich um eine ganz normale Bürgschaft zur Schiffbaufinanzierung handele. Die IG Metall plant am Donnerstag einen Aktionstag auf den norddeutschen Werften. Auch in Wolgast und Stralsund wollen die Schiffbauer für die Rettung ihrer Werften auf die Straße gehen. Die Volkswerft in Stralsund zählt 1200, die Peene- Werft in Wolgast rund 800 Mitarbeiter. (ddp/abendblatt.de)

 

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