Schifffahrt in der Krise
Reederei Scandlines fährt ins Minus
Das Transportgeschäft war 2008 wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise stark rückläufig, so die Firma. Das Frachtgeschäft sei im ersten Quartal um ein Viertel eingebrochen.
Hohe Zinslasten von 71 Millionen Euro haben der Reederei Scandlines im vergangenen Jahr einen Verlust von 20 Millionen Euro eingetragen.
Foto: DPA
Rostock. Hohe Zinslasten von 71 Millionen Euro haben der Reederei Scandlines im vergangenen Jahr einen Verlust von 20 Millionen Euro eingetragen. Wie das Unternehmen mitteilte, sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um sieben Millionen auf 584 Millionen Euro. Mit einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 139 Millionen Euro habe Scandlines allerdings eines der besten operativen Ergebnisse in der 10jährigen Unternehmensgeschichte erzielt, betonte Scandlines-Chef Michael Hassing. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) beziffert Scandlines mit 53 Millionen Euro. Vergleichszahlen aus den Vorjahren gibt das Unternehmen nicht an.
Das Transportgeschäft war im vergangenen Jahr wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise stark rückläufig. Das Frachtgeschäft sei im ersten Quartal 2009 um ein Viertel eingebrochen. Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr zeigte sich die Scandlines-Führung pessimistisch. Mit einer Markterholung sei in diesem Jahr nicht mehr zu rechnen. Die trüben Aussichten in der Branche hätten Scandlines gezwungen, zum Jahresbeginn ein Rationalisierungsprogramm zu starten. Auch ein Umzug der Zentrale von Rostock ins schleswig-holsteinische Puttgarden wird diskutiert.
Die Scandlines-Gruppe beschäftigt derzeit etwa 2400 Mitarbeiter und betreibt 8 Fährlinien im Dreieck zwischen Deutschland, Dänemark und Schweden sowie Lettland und Finnland. Vor rund zwei Jahren war Scandlines für 1,56 Milliarden Euro an ein dreiköpfiges Firmenkonsortium verkauft worden. Seither belasteten rund 1,1 Milliarden Euro die Bilanz.





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