Zivilklage
USA verklagen Deutsche Bank wegen Immobilengeschäften
Wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht, streben die USA eine Klage gegen die Deutsche Bank an. Deren Aktienkurs fällt prompt.
Verklagt von der größten Wirtschaftsmacht der Welt: Josef Ackermann und seine Deutsche Bank
Foto: dpa
New York/Frankfurt. Die Deutsche Bank ist ins Fadenkreuz der US-Regierung geraten: Der Staat wirft der größten deutschen Bank und ihrer 2007 übernommenen Tochter MortgageIT Betrug beim Geschäft mit Hypothekenfinanzierungen vor und will Klage einreichen. Das teilte die Bundesstaatsanwaltschaft von Manhattan am Dienstag mit.
Die Staatsanwälte werfen der Deutschen Bank „rücksichtslose Praktiken bei der Vergabe von Hypothekenkrediten“ vor. Konkret sollen die Deutsch-Banker falsche Angaben zu Krediten für Eigenheim-Besitzer gemacht haben, damit der Staat für die Finanzierungen bürgt. Den Schaden bezifferte die Staatsanwaltschaft in der Klage auf mehrere hunderte Millionen Dollar.
Die Deutsche Bank wollte die Vorwürfe nicht kommentieren: „Der Bank liegen dazu noch keine Informationen vor“, sagte ein Sprecher. Die Aktie der Deutschen Bank geriet nach Bekanntwerden der Klage deutlich unter Druck – zuletzt lag sie mit mehr als drei Prozent im Minus.
Die Deutsche Bank hatte die Mortgage IT Holdings Anfang 2007 für 430 Millionen Dollar (damals 324 Mio Euro) gekauft und sich dadurch einen Einstieg in das damals noch stark boomende Geschäft mit Hypothekenkrediten in den USA verschafft. Kurz darauf platzte die Immobilienblase und viele Hausbesitzer konnten ihre Raten nicht mehr zahlen. (dpa)





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