Karmanns Geschichte
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August 1901: Der Stellmacher Wilhelm Karmann Senior gründet das Unternehmen zunächst als Kutschenbaubetrieb. Er unterzeichnet den Kaufvertrag für die Osnabrücker Wagenfabrik Christian Klages. 1902 baute Karmann die erste Automobilkarosserie (Foto).
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Die Karmann-Belegschaft im Jahre 1908. Das Osnabrücker Unternehmen hat über 100 Jahre lang Autos gebaut.
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1932: Die Adlerwerke bestellen von ihrem Modell Primus 800 Cabriolets. Rund 150 Mitarbeiter bauen täglich 16 Adler-Primus- Cabrios, die über ein wasserdichtes Klappverdeck verfügen. Im Foto: Adler Standard 8 Cabriolet, entstanden nach einem Entwurf des Bauhaus-Architekten Walter Gropius.
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1949: Die Serienfertigung des VW-Käfer-Cabrios beginnt. Bis 1980 laufen 331.487 Autos vom Band. Einige davon sind zu sehen in der ersten Käfer-Cabriolet-Parade, die 1950 vor dem Osnabrücker Rathaus stattfand (Foto).
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1951: Karmann entwickelt gemeinsam mit der Hannoverschen Maschinenbau AG (Hanomag) elf Prototypen.
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Das hier abgebildete VW-Käfer Cabriolet wurde 1952 gebaut. Der luftgekühlte Vierzylinder-Boxermotor im Heck entwickelte 25 PS.
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Entwurf eines Zweisitzers aus dem Jahre 1952.
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1953: In Zusammenarbeit mit dem Turiner Styling-Studio Ghia entsteht der erste Prototyp eines zweisitzigen Coupés, dem späteren Karmann Ghia. Er geht 1955 in Serie und rollt bis 1974 mehr als 360.000 Mal vom Fließband. Die Cabrio-Variante folgt 1957. Im Foto: Der Prototyp des Karmann Ghia 1953.
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1955: Weltpremiere des VW Karmann Ghia Coupé auf der 39. IAA in Frankfurt. Sogar Bundespräsident Theodor Heuss und Wirtschaftsminister Ludwig Erhard kommen auf den Karmann-Stand und staunen.
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Am 22. Oktober 1956, nur 14 Monate nach der ersten Präsentation in Georgsmarienhütte, läuft das zehntausendste VW Karmann Ghia Coupé vom Band.
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1957 folgte auf das Coupé das VW Karmann Ghia Cabriolet.
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1960: Karmann Ghia-Fahrzeuge werden am Band im Karmann-Werk Osnabrück gefertigt.
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VW Käfer und Karmann Ghia nebeneinander auf den Produktionsbändern 1969. Seit Juni 1965 läuft die Produktion im Werk Rheine.
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1971: Der keilförmige Roadster (Prototyp) mit Klappscheinwerfern wird auf dem Genfer Autosalon vorgestellt.
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Am 31. Juli 1974 läuft dieses letzte VW Karmann Ghia Coupé in Osnabrück vom Band. Dafür beginnt die Serienfertigung für den Volkswagen Scirocco I, der als Sportvariante des VW Golf gilt. Bis 1981 werden 504.153 Fahrzeuge produziert - Karmanns meistverkauftes Modell. Von 1981 bis 1992 wird die Nachfolge-Version Scirocco II in Osnabrück gebaut.
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Der Sportwagen TR6 des britischen Automobilherstellers British-Leyland. Im Auftrag des Automobilherstellers überarbeitet Karmann die Karosserie des Sportwagens und liefert neben einem Face-Lift auch die ersten Musterkarosserien.
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1975: Im Werk Rheine erledigt Karmann zwei Jahre lang die komplette Serienfertigung für das neue Flaggschiff der BMW-Flotte, den BMW 635 CSi. Danach liefert Karmann noch bis 1989 die Karosserien für den Wagen in das neue BMW-Werk in Dingolfing. Im Foto: VW Karmann Ghia.
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1978: Karmann baut für Volkswagen das erste VW Golf Cabriolet, das in den Folgejahren mit 388.522 Exemplaren zum meistverkauften offenen Wagen der Welt wird. Im Foto: Der Karmann Idea war die europäische Antwort auf den Mazda MX5 und gilt als Initialzündung für ein weltweites Roadster-Comeback.
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Der VW Corrado wurde von 1988 bis 1995 in Osnabrück 97.521 mal gebaut.
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1996: Im Auftrag von DaimlerChrysler entwickelt Karmann für den Mercedes-Benz SLK die Dachkonstruktion sowie die technische und mechanische Ausrüstung. 1997 beginnt die Produktion des Mercedes CLK Cabrios. Im Jahr 2003 produzieren Arbeiter in Osnabrück den Chrysler Crossfire (Foto).
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2006: Karmann hat immer größere Probleme, an Aufträge von Automobilherstellern zu kommen: 633 Mitarbeiter müssen gehen, Ende des Jahres weitere 140. Im Oktober 2007 verkündet Karmann den geplanten Abbau von 1770 der weltweit 7000 Stellen. In Rheine (Foto) sollen 900 der dortigen 1000 Arbeitsplätze gestrichen werden, in Osnabrück 870 von 4000 Jobs.
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September 2008: Karmann kündigt die komplette Aufgabe der Fahrzeugfertigung für 2009 an. Weitere 1725 Stellen sollen gestrichen werden, man will sich künftig auf Dachsysteme und Fahrzeugentwicklung konzentrieren.
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April 2009: Karmann stellt einen Insolvenzantrag. Weggeschmolzene Aufträge und die Sozialplanverpflichtungen haben das Unternehmen zahlungsunfähig gemacht. Laut IG Metall sind 3470 Karmann-Mitarbeiter betroffen. Im Foto: Werk in Osnabrück.
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