Hamburg braucht Hapag-Lloyd
Jetzt wird es nicht mehr lange dauern, bis klar ist, was aus Hamburgs Traditionsreederei Hapag-Lloyd wird. Bleibt das Unternehmen eigenständig oder...
Jetzt wird es nicht mehr lange dauern, bis klar ist, was aus Hamburgs Traditionsreederei Hapag-Lloyd wird. Bleibt das Unternehmen eigenständig oder werden die Anweisungen künftig aus Singapur, der Zentrale der Großreederei Neptune Orient Lines (NOL) gegeben?
Die breite Mehrheit der Hamburger ist dafür, dass Hapag-Lloyd weiter vom Ballindamm aus gesteuert wird. So würde auch die deutsche Schifffahrt insgesamt gestärkt, denn Hapag-Lloyd steht für die schwarz-rot-goldene Flagge auf Schiffen, für einheimische Besatzungen und den Heimathafen Hamburg. Dagegen dürfte NOL nach einem Zuschlag vor allem an Synergieeffekten interessiert sein. Im Klartext: Arbeitsplätze in Hamburg werden wegfallen, vielleicht sogar die Zentrale an der Binnenalster. Dagegen bietet das Hamburger Konsortium Wachstumschancen für Hapag-Lloyd. Der Unternehmer Klaus-Michael Kühne hat bereits einen weiteren Ausbau der Reederei angekündigt.
Bleibt Hapag-Lloyd eigenständig, werden viele Menschen erleichtert aufatmen. Wird Hapag-Lloyd ein Teil von NOL, müssen die Manager aus Singapur zunächst um Vertrauen werben. Schließlich hätten sie dann auch gegen die Interessen der Stadt gesiegt. Kann das gut gehen? Eine Stadt denkt anders.




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