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Wirtschaft

Einstieg bei der Affi

Viel Geld für ein Signal

Kommentar

Wenn sich der Staat an einem privat geführten Konzern beteiligt, dann sollte er dafür in einer Marktwirtschaft sehr gute Gründe haben. Die Stadt Hamburg ist jetzt bei der Norddeutschen Affinerie (NA) eingestiegen, einem der Vorzeigeunternehmen in der Hansestadt. 59 Millionen Euro bezahlt Hamburg für dieses Engagement und bekommt dafür fünf Prozent plus eine Aktie. Die Sorgen um die NA, die derzeit von einem heftigen Machtkampf erschüttert wird, sind nicht von der Hand zu weisen. Die Angst vor dem Großaktionär Mirko Kovats ist zwar etwas diffus, aber durchaus berechtigt. Dass die Stadt sich zum Handeln gezwungen sieht, weil sie nach Absprache mit dem NA-Vorstand Arbeitsplätze gefährdet glaubt, ist nachvollziehbar; die genaue Höhe des Engagements allerdings nicht.

Nur um ein Signal zu setzen, dafür ist das Geld des Steuerzahlers zu viel wert. Die konkrete Antwort, was die Stadt mit ihrem NA-Anteil ausrichten kann - sie blieb der Senat gestern schuldig.

 

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