CO2-Ausstoß in der Schifffahrt
Dicke Luft am Kai muss nicht sein
Kommentar
Nach Autos und Kraftwerken will die EU jetzt auch in der Schifffahrt erreichen, dass der Ausstoß des Treibhausgases CO2 verringert wird. Deshalb sollen Reeder künftig nach einem festgelegten Schlüssel für die Umweltverschmutzung durch ihre Schiffe bezahlen. Das macht Sinn. Schließlich bläst allein ein Kreuzfahrtschiff in nur einer Stunde Liegezeit am Kai so viel Feinstaub in die Luft wie 50 000 Pkw, die mit Tempo 130 fahren.
Nach Jahren des Ignorierens ist es beruhigend, dass die Politik sich jetzt ernsthaft der Zerstörung unserer Welt durch das Treibhausgas annimmt. Allerdings wäre es zu kurz gegriffen, nur auf Reduzierung von CO2 durch Gebühren zu setzen. Maßnahmen wie sparsamere Schiffsmotoren, eine geringere Fahrtgeschwindigkeit und vor allem den Ersatz des schweren Heizöls durch neuere, umweltverträglichere Kraftstoffe sind schon lange möglich. Die höheren Kosten dafür dürfen nicht mehr als Argument gegen den Umweltschutz gelten.




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